BMW

Historische Bilder von BMW-Automobilen chronologisch geordnet

© Originalfotos aus Sammlung Michael Schlenger, Weiterverwendung nur mit Quellenangabe

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BMW Dixi 3/15 PS DA1, 2-sitziger Roadster, Bauzeit:1927-28

BMW_Dixi_3-15_PS

BMW 3/15 PS von 1929 (4-sitziges Cabriolet), Aufnahme der 1930er Jahre

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BMW 3/20 PS, Baujahr: 1932-34, aufgenommen 1952 in Hessen

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BMW 303, Bj. 1933-34

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BMW 303 Cabrio-Limousine, Baujahr: 1933-34, Fahrzeug der Wehrmacht, Vorkriegsaufnahme

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Stark modifizierter BMW 309, Baujahr: 1934-36 (hier: 1934), in Berlin um 1950

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BMW 309 Tourenwagen, Baujahr: 1934-36 (hier: 1935/36), Luftwaffenauto (Westfront)

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BMW 315, Baujahr: 1934-37, aufgenommen in Berlin um 1935

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BMW 315 Cabriolet, Bauzeit: 1934-37, Aufnahme von 1938

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BMW 315, Bauzeit: 1934-37, aufgenommen 1949 in Bayern

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BMW 315/1 oder 319/1 Roadster, Bauzeit: 1934-36, Ansichtskarte von 1938

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BMW 319, Baujahr: 1935-37, aufgenommen im Raum Berlin nach 1945

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BMW 319 4-Fenster-Cabriolet, Baujahr: 1935-37

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BMW 315 oder 319 in Garmisch-Partenkirchen, aufgenommen 1951

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BMW 3er Kübelwagen bei einer Wehrmachtsübung vor 1939

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BMW 3er Kübelwagen (Vordergrund) nach Kriegsausbruch

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BMW 329 Cabriolet, Baujahr: 1936-37, Luftwaffenfahrzeug

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BMW 326 Cabriolet, Bauzeit: 1936-41, aufgenommen in Ahrweiler

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BMW 326 Cabriolet, Bauzeit: 1936-41, Aufnahme mit Luftwaffensoldat

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BMW 326 Cabriolet, Bj. 1936-41, Kriegsfoto aufgenommen an der Südfront

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BMW 327 Coupé, Bauzeit: 1938-41, Aufnahme aus dem 2. Weltkrieg, Zulassungsbezirk: Sachsen

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EMW 327/2 Cabriolet (Karosserie: Gläser), Bauzeit: 1953-55, DDR-Zulassung im Raum Leipzig, Aufnahme aus den 1950er Jahren

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BMW 328 Cabriolet, Bauzeit: 1938-40, Nachkriegsaufnahme

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BMW 321, Bauzeit: 1939-41, Aufnahme aus dem 2. Weltkrieg

Aktuelle Beiträge

Nicht nur der Doktor fährt Opel: Typ 6/12 PS von 1909

Für die Liebhaber richtig früher Automobile sind die meisten Vorkriegswagen, die auf diesem Oldtimerblog anhand historischer Fotos gezeigt werden, „Youngtimer“.

Für die gusseiserne Veteranenfraktion zählt nur, was vor dem 1. Weltkrieg an Motorfahrzeugen gebaut wurde, oder noch besser: alles, was bis etwa 1910 entstand.

Ab dann unterschied sich das Automobil formal deutlich von einer Kutsche mit davorgesetztem Antrieb: Frontpartie und Aufbau begannen um diese Zeit zu einem harmonischen Ganzen zu verschmelzen.

Fahrzeuge aus der automobilen Frühzeit, in der noch vieles offen war, konnten wir hier bisher nur wenige zeigen. Originalfotos solcher Wagen sind heute kaum häufiger als die Autos selbst.

Zuletzt haben wir hier gleich zwei Fahrzeuge der Pionierära vorgestellt, die um 1903 entstanden, Wagen des französischen Herstellers Gladiator.

Nicht ganz so weit in die Vergangenheit tauchen wir heute ein, auch die Marke, um die es geht, istvertrauter: Opel. Heute steht der Name nicht gerade für automobile Exzellenz – vor dem 1. Weltkrieg sah das ganz anders aus.

Um die Jahrhundertwende hatten die französischen Autobauer die Führung inne, auch Opel stützte sich anfangs auf Patente aus Frankreich (Darracq).

Opel_Darracq

Originalreklame für Opel-Darracq um 1902 aus Sammlung Michael Schlenger

Doch ab 1905/06 gewannen die Opel-Wagen rasch an Eigenständigkeit, Qualität und Renommee.

Zu diesem Zeitpunkt war das Automobil kein Spielzeug der oberen zehntausend mehr, sondern stiftete zunehmend Nutzen im Alltag. Ein Beispiel dafür war der Doktorwagen, ein Zweisitzer für Landärzte mit leichtem Verdeck.

Damit war man im Notfall die entscheidende halbe Stunde schneller beim Patienten als mit der Kutsche. Fahrer und Pferde mussten nicht eigens bereitgehalten werden.

Bei den Classic Days auf Schloss Dyck am Niederrhein war 2016 ein solcher Doktorwagen in Form des Opel Typ 4/8 PS von 1908 zu bewundern:

Nur ein Jahr, nachdem dieser prächtige Veteran entstand, ging für kurze Zeit ein neuer Opel-Typ in Produktion, der eine neue Käuferschicht erschließen sollte.

Die Rede ist vom nur 1909 hergestellten Typ 6/12 PS, der der erste „volkstümliche“ Opel werden sollte. Er verfügte über vier Sitze, musste aber mit einem 2-Zylinder-Motor auskommen – ein damals schon veraltetes Konzept.

Natürlich war selbst so ein Kleinwagen für die meisten Deutschen unerschwinglich – wer sich ein Opel-Fahrrad leisten konnte, gehörte bereits zur Mittelschicht.

So ist es kein Zufall, dass der Opel 6/12 PS auf folgendem Foto vor einem großbürgerlichen Haus abgelichtet wurde.

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Opel 6/12 PS Doppel-Phaeton; Originalaufnahme aus Sammlung Michael Schlenger

Wie am Stempelabdruck oben links erkennbar, ging diese seltene Aufnahme einst als Postkarte auf die Reise, und zwar im Jahr 1910.

Der Opel auf dem Foto – man konnte damals die Abzüge gleich im Postkartenformat ordern – war zum Aufnahmezeitpunkt noch fast neuwertig und sicher einer der ersten Wagen in der Gegend.

Im Vergleich zu den großzügigen Opel-Tourenwagen jener Zeit, die 40 bis 60 PS stark waren, wirkt das 6/12 PS-Modell, als sei es in der Wäsche eingegangen. Die Insassen hätten jedenfalls etwas mehr Platz vertragen können:

Opel_6-12_PS_Doppel-Phaeton_Ak_von_1910_AusschnittDem finanziellen Status gemäß waren die Herrschaften im Opel deutlich „besser genährt“ als das Personal im Hintergrund, das wohl zum Hausstand gehörte.

Die schlecht gelaunt schauende Dame auf dem Rücksitz ist ein Beispiel für die oft ins Absurde abdriftende Hutmode der Kaiserzeit – aber im Unterschied zu den heute üblichen Tätowierungen ließ sich das Ungetüm auf dem Kopf immerhin abnehmen…

Die beiden Herren vermitteln eine Vorstellung davon, welche Kopfbedeckungen sich auch heute in einem solchen Veteranenwagen gut machen.

Wer sich für derartige Details interessiert, wird übrigens feststellen, dass an dem Opel bei einer Reifenpanne nicht einfach die Felge mit Reifen ausgewechselt werden konnte. Da musste noch der Reifen selbst getauscht werden, eine Heidenarbeit.

Doch gleichzeitig weist etwas anderes in die Zukunft: die Windschutzscheibe ließ sich bereits schrägstellen, sodass sie weniger Luftwiderstand bot und den Straßenstaub besser über die Insassen hinwegleitete.

Als diese Aufnahme entstand – wie gesagt 1910 – baute Opel die ersten Wagen, bei denen die Motorhaube leicht anstieg und die Verbindung mit der Scheibenpartie über einen strömungsgünstigen Windlauf hergestellt wurde.

Ab diesem Moment sah das Automobil nicht länger aus wie eine Kutsche ohne Pferde, sondern wurde zu etwas formal Eigenständigem, das bis heute fortwirkt.

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