Fiat

Bilder von Fiat-Automobilen chronologisch geordnet

© Originalfotos aus Sammlung Michael Schlenger, Weiterverwendung nur mit Quellenangabe

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Fiat-Reklame aus „Motor“, Heft 01-1914

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Fiat 501, Bauzeit: 1919-26, aufgenommen in Oberitalien

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Fiat 501 Tourenwagen, Baujahr: 1919-1926 (dieses Modell: ab 1924)

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Fiat 501 Tourenwagen, Baujahr: 1919-26, aufgenommen bei Treviso (Venetien) 1924

Fiat_501_Rennwagen_1920er_Ausschnitt

Fiat 501 Tourenwagen im Renneinsatz, Aufnahme der 1920er Jahre

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Fiat 501 Roadster, Bauzeit: 1919-26 (dieser Wagen: ab 1924), aufgenommen in den späten 1920er Jahren im Raum Berlin

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Fiat Tipo 801-402 oder Tipo 804, aufgenommen in Monza 1922/23

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Fiat 505 Außenlenker, Baujahr: 1919-25

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Fiat 505 Tourenwagen, Bauzeit: 1919-25, Zulassung Bozen (Südtirol)

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Fiat 505 Landaulet vor dem Mailänder Dom, Aufnahme um 1925

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Fiat 507 Tourenwagen, Bauzeit: 1926/27, Fahrzeug aus Bozen (Südtirol)

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Fiat 519 Außenlenker, Baujahr: 1922-27, aufgenommen bei einem Concours d’Elegance

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Fiat 503 oder 509 Tourenwagen, aufgenommen 1927 in Graz (Österreich), Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung von Thomas Frewein

Fiat_503_oder_509_Mitte 1920er_Jahre_Galerie

Fiat 503 oder 509, Mitte bis Ende der 1920er Jahre

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Fiat 509, aufgenommen am Schöpf-Schutzhaus (Wienerwald/Österreich) Mitte bis Ende der 1920er Jahre

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Fiat 509 S.M. Rennwagen, Werksfoto von 1926

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Fiat 509 S.M., Baujahr 1926, aufgenommen bei den Classic Days auf Schloss Dyck 2016

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Fiat 509 S.M., Baujahr 1926, aufgenommen bei den Classic Days auf Schloss Dyck 2016

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Originalreklame für den Fiat 509, Baujahr: 1925-29

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Fiat 509 Spider, Baujahr: 1925-29, aufgenommen im März 1929

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Fiat 503, Bauzeit: 1926-27, aufgenommen vor dem Pantheon in Rom

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Fiat 512 Tourenwagen, Baujahr: 1926-28, aufgenommen auf Sylt (Wenningstedt)

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Fiat 521 Limousine, Baujahr: 1928-31, aufgenommen bei St. Pölten (Österreich)

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Fiat 508 „Balilla“ Spider, Baujahr: 1932-34, aufgenommen in der Sowjetischen Besatzungszone Leipzig-Sachsen zwischen 1948 und 1953

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NSU-Fiat 508 A „Nuova Balilla“bzw. NSU-Fiat 1000, Baujahr: 1934-37

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Fiat 508 A, Baujahr: 1934-37, aufgenommen am Deutschen Eck in Koblenz

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Fiat 508 A bzw. NSU/Fiat 1000, Cabriolet von Drauz/Heilbronn; Bauzeit: 1934-28, aufgenommen in der Nähe von Leermoos (Österreich)

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Fiat 508 A „Nuova Balilla“ bzw. NSU-Fiat 1000, aufgenommen 1960

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Fiat 508 S Sport Spyder, Bauzeit: 1934-37, aufgenommen 1961 in Ostdeutschland

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Fiat 1500, Baujahr: 1935-39, aufgenommen in Österreich, später 1930er Jahre

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Fiat 1500, Baujahr: 1935-39, aufgenommen in den späten 1930er Jahren

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Fiat 1500, Baujahr: 1935-39, aufgenommen Ende der 1930er Jahre

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Fiat 1100 „Coloniale“, Bj. ab 1938, aufgenommen am Gardasee, März 1938

Fiat 1100 aus Wien in Italien Sommer_1939

Fiat Balilla 1100, Baujahr: 1937-39, aufgenommen in Italien 1939

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Fiat-NSU Cabriolet, Bauzeit: 1938-41

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Fiat 1100 L Camioncino, aufgenommen in Italien Mitte der 1940er Jahre

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Fiat 1100, aufgenommen in Rom (Stazione Termini) 1950er Jahre

Aktuelle Beiträge

Auf die schiefe Bahn geraten – Renault Primaquatre

Der letzte Eintrag in diesem Oldtimerblog enthielt den Vermerk, dass manche ausländischen Vorkriegsautotypen am deutschen Markt so gut wie nicht präsent waren, aber später als Beutewagen der Wehrmacht „heim ins Reich“ geholt wurden.

Das gilt vor allem für britische und französische Modelle, von denen nur wenige nennenswerte Absatzerfolge in Deutschland erzielten. Ein solches Beispiel zeigt das Originalfoto, mit dem wir uns heute befassen:

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Renault Primaquatre; Originalfoto aus Sammlung Michael Schlenger

Wer angesichts der gepfeilten Kühlermaske an den Ford „Eifel“ in der ab 1937 gebauten Form denkt, liegt schon mal nicht schlecht.

Das Vorbild für die markante Frontpartie dieses Wagens lieferte nämlich die ebenfalls 1937 vorgestellte Version des legendären Ford V8, den wir hier irgendwann auch noch würdigen müssen.

Nicht nur die Ford-Modelle aus Köln bzw. Frankreich (Matford 13 bzw 21 CV) erhielten einen am Ford V8 orientierten Kühler, auch Renault übernahm das stilprägende Element.

Tatsächlich haben wir es auf dem Foto mit einem Renault zu tun, und zwar einem Wagen des Mittelklassetyps „Primaquatre“.

Der Renault Primaquatre war Ende 1930 als Nachfolger des urtümlichen Typs KZ vorgestellt worden. Bis zum 2. Weltkrieg wurde der technisch eher konventionelle, aber leistungsfähige Wagen stetig weiterentwickelt.

Die Motorleistung des Vierzylinders stieg auf zuletzt über 50 PS aus 2,4 Litern Hubraum. Die Höchstgeschwindigkeit des mit 1,5 Tonnen für die damalige Zeit recht schweren Wagens lag bei 120 km/h.

Der Motorleistung nicht angemessen und in dieser Klasse nicht mehr zeitgemäß waren die Seilzugbremsen und das Fahrwerk mit Starrachsen. Von seiner Konzeption her hätte der Wagen am deutschen Markt kaum Chancen gehabt.

Nach der Niederlage Frankreichs 1940 gelangten aber etliche Exemplare des Renault Primaquatre in den Fuhrpark der deutschen Wehrmacht.

Damit war in den meisten Fällen ihr Schicksal besiegelt, denn wie auch die in Deutschland massenhaft beschlagnahmten Zivil-PKW wurden sie in den anschließenden Feldzügen in Afrika, Griechenland und Russland verschlissen.

Im wahrsten Sinne des Wortes „auf die schiefe Bahn“ geraten war offenbar auch der Renault Primaquatre auf unserem Foto:

Renault_Primaquatre_BDS2_WH_Griechenland_Ausschnitt2 Der für das Baujahr 1938/39 typische Kühlergrill mit den waagerechten Streben hat schon ein wenig gelitten und die letzte Wagenwäsche liegt lange zurück.

Auf dem verdreckten Kennzeichen kann man zumindest den Anfangsbuchstaben „W“ lesen, auf den wohl ein „H“ folgte, das bei deutschen Militärfahrzeugen übliche Kürzel für „Wehrmacht Heer“.

Bislang nicht klären ließ sich, auf welche Einheit das Wappen auf dem Schutzblech verweist. Einschlägige Verzeichnisse liefern ähnliche Markierungen, aber ein hundertprozentiger Treffer ist noch nicht gelungen.

Rätselhaft sind auch die Klebestreifen auf den Scheinwerfern, die jedenfalls nicht den üblichen Tarnvorschriften entsprachen. Vermutlich wurde das Foto aber an einem Ort und zu einem Zeitpunkt gemacht, wo keine gegnerische Luftpräsenz (mehr) bestand, die eine nächtliche Verdunkelung erforderlich machte.

Dazu würde die umseitige Beschriftung des Abzugs passsen, wonach die Aufnahme einst in Griechenland entstand. Wer gerade nicht parat hat, was die Wehrmacht in Griechenland verloren hatte, dem kann geholfen werden:

Griechenland gehörte wie auch Nordafrika zu den Ländern, an denen die deutsche Führung eigentlich kein strategisches Interesse hatte – nach dem Sieg über Frankreich sollte im Frühjahr 1941 nämlich der Russlandfeldzug beginnen.

Doch hatte das verbündete Italien mit seiner ebenfalls von Großmachtsplänen beseelten Führung Ende 1940 versucht, sich auf dem Balkan auszubreiten. Der gegen den deutschen Willen gestartete Feldzug Mussolinis gegen Griechenland schlug dank des Eingreifens eines britischen Expeditionskorps fehl.

Um eine offene Flanke in Südosteuropa zu vermeiden, ordnete Berlin einen energischen Gegenstoß an. Dieser führte Ende April 1941 zum Sieg der deutschen Truppen über das britische Heer und der Besetzung Griechenlands.

Vielleicht ist unsere Aufnahme dort nach dem Ende dieses letzten erfolgreichen „Blitzkriegs“ der Wehrmacht entstanden.

Dass die Front weit weg war, verrät die friedensmäßige Kleidung des jungen Fahrers mit Schiffchen und einer hellen Arbeitsjacke aus Drillich, wie sie bei Instandhaltungsarbeiten getragen wurde:

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Was Mensch und Maschine damals noch bevorstand, konnten die Beteiligten zum Zeitpunkt dieser Aufnahme nicht ahnen.

Doch aus heutiger Sicht wirkt die „festgefahrene“ Situation des Renault Primaquatre wie ein Menetekel des Kommenden.

Mit dem Scheitern der deutschen Offensive vor Moskau im Winter 1941 kamen die Dinge mit ungeheurer Dynamik ins Rutschen und begannen das alte Europa in einem Inferno unter sich zu begraben.

Wer einen Sinn für Geschichte hat, der spürt bei der Betrachtung solcher Fotos von Vorkriegsautos auch etwas von der Tragik des ungeheuren Kriegsgeschehens, das bis heute nachwirkt  – und sei es nur in der Trauer um das, was unwiederbringlich verloren ist und von dem nur noch ein paar alte Bilder erzählen…

© Michael Schlenger, 2017. All entries in this blog (including embedded photos) are copyrighted by the author, unless otherwise indicated. Excerpts and links may be used, provided that credit is given to Michael Schlenger and https://www.klassiker-runde-wetterau.com with appropriate and specific direction to the original content.
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