US-Marken von A-Z

Bilder von US-Automobilen vor 1945 nach Marken bzw. chronologisch geordnet

© Originalfotos aus Sammlung Michael Schlenger (soweit nicht anders angegeben), Weiterverwendung nur mit Quellenangabe

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Apperson „Jack Rabbit“, ca. 1912, fotografiert in den USA

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Apperson-Reklame aus „Motor“, 11-1925; mit freundlicher Genehmigung von Jochen Thoma (Klassik-Interessenvertretung des ADAC)

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Auburn Six, Baujahr: 1923/24, aufgenommen in Berlin

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Buick „Master Six“ oder „Standard Six“, Bauzeit: 1925-27, Zulassung: Regierungsbezirk Düsseldorf

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Buick „Master Six“ Roadster, Baujahr 1925-27

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Buick „Master Six“ Limousine, Baujahr: 1925-27, aufgenommen im Juli 1933 in Wien

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Buick Series 121 oder 129, Baujahr: 1929, aufgenommen im Juli 1933

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Chandler „Six“ oder „Eight“, Bauzeit: 1927-29, aufgenommen in den 1930er Jahren in Mähren (Tschechoslovakei)

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Chevrolet Series AC „International“, Baujahr: 1929, Zulassungsbezirk Zwickau (Sachsen)

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Chevrolet Series AC „International“, Baujahr: 1929

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Chevrolet Roadster, Baujahr: 1931

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Chevrolet „Eagle“, Baujahr: 1933

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Chrysler 60 oder 70, Baujahr: 1927

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Chrysler 65 Roadster, Baujahr: 1929, aufgenommen in Bozen (Südtirol)

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Chrysler Imperial, Baujahr 1931/32, aufgenommen in Österreich im 2. Weltkrieg

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Wagen links: Chrysler Series CA oder CB, Baujahr 1934, aufgenommen im März 1940 in Bsharri (Libanon)

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Cord L-29, Bauzeit: 1929-32, Aufnahme aus Österreich

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DeSoto CF „Eight“, Bauzeit: 1930/31, aufgenommen 1934

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Dodge Series DK8 „Eight“ von 1932

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Essex Super Six von 1928, Zulassungsbezirk München

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Essex Super Six, Baujahr: 1930, aufgenommen im Raum Dresden

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Ford Model T, Aufnahme aus den USA um 1925

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Graham-Paige, 2-sitziges Cabriolet, um 1929

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Graham-Paige, 1929/30; aufgenommen in Berlin „Unter den Linden“ vor der Humboldt-Universität

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Graham „Blue Streak“, Baujahr: 1933, Zulassung: Raum Berlin

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Hudson „Super Six“, Aufnahme der frühen 1920er Jahre

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Hudson „Super Six“, Baujahr: 1928, aufgenommen 1933 vor dem Grand Hotel in Bitola (Mazedonien)

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Hudson „Great Eight“, Baujahr: 1930, aufgenommen Pfingsten 1934

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Lincoln „Zephyr“, Baujahr: 1936, zeitgenössisches Pressefoto

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Maxwell 25, Baujahr: ab 1922, aufgenommen im Juni 1928 bei Ulm

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Nash „Six“ Tourenwagen, Baujahr: 1925-29, aufgenommen Ende der 1920er Jahre in Australien (New South Wales)

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Nash „Six“ Cabriolimousine mit Gläser-Karosserie, Baujahr 1930; aufgenommen an der Elbe gegenüber von Schloss Eckberg

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Oakland Greater Six, Baujahr 1926

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Oldsmobile, Baujahr: 1934, aufgenommen in der Schweiz

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Oldsmobile von 1935

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Oldsmobile, Baujahr: 1938, Beutefahrzeug der Wehrmacht, aufgenommen an der Ostfront

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Packard 533 Six Roadster, Bauzeit: 1927-28, aufgenommen im April 1931 in Berlin

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Packard Six, Baujahr 1928, aufgenommen auf Gut Schrevenborn, Mai 1931

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Packard 120 Limousine, Baujahr: ca. 1936/37, aufgenommen in Siebenbürgen (Rumänien)

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Peerless 6/80 Landaulet, Baujahr 1927, aufgenommen bem Goodwood Revival 2016

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Plymouth PE, Baujahr 1934, Zulassung im Großraum Berlin

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Plymouth P6, Baujahr: 1938, aufgenommen um 1950 im Rheinland

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Pontiac New Series 6-28, 2-Sitzer-Cabriolet, Baujahr 1928, aufgenommen 1932, Zulassung: Winnetka (Illinois), USA

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Pontiac New Series 6-28, 2-Sitzer-Cabriolet, Baujahr: 1928, aufgenommen 1932, Zulassung: Winnetka (Illinois), USA

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Studebaker „Standard Six“, Bauzeit: 1925-27, Zulassung: Riga, aufgenommen in Urschalling (Oberbayern)

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Studebaker „Standard Six“, Bauzeit: 1925-27, Zulassung: Riga, aufgenommen in Urschalling (Oberbayern)

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Studebaker Six von 1926, Aufnahme von 1931

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Wagen rechts: Studebaker „Commander“ oder „President“ von 1937, aufgenommen im März 1940 in Bsharri (Libanon)

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Willys Overland „Whippet“, Bauzeit: 1926-31, aufgenommen um 1930 in Kiel

Aktuelle Beiträge

Ein Phänomen! Der „Granit“ Kübelwagen

Das Fahrzeug, mit dem wir uns heute beschäftigen wollen, wäre an sich ein Kandidat für die Rubrik „Fund des Monats“ – zumindest, was die Seltenheit angeht.

Doch dem Verfasser dieses Vorkriegsauto-Blogs sind in letzter Zeit so viele Originalfotos echter Exoten ins Haus geschneit, dass wir uns den Luxus leisten können, nur die besten davon so prominent zu präsentieren.

Was den Hersteller des Autos angeht, um das es heute geht, ist dieser zumindest Kennern früher deutscher Automobile geläufig: Phänomen.

Das war die Marke, unter der der geschäftstüchtige Ingenieur Gustav Hiller im beschaulichen Zittau (Sachsen) ab 1907 ein eigenwilliges, aber recht erfolgreiches Automobil produzierte – das Phänomobil.

Hier haben wir eine Reklame für das Gefährt aus dem Jahr 1913/14:

Phänomobil-Reklame

Originalreklame aus Sammlung Michael Schlenger

Das Besondere am dreirädrigen Phänomobil war, dass es das Platzangebot eines Viersitzers mit der Wirtschaftlichkeit und Einfachheit eines Motorrads verband.

So war der luftgekühlte Motor über dem Vorderrad angebracht, das über eine Lenkstange gesteuert wurde. Somit gab es keine Kardanwelle, kein Differential und keine aufwendige Lenkmechanik, aber dafür niedriges Gewicht, geringen Verbrauch und: Frontantrieb!

Das bis zum 1. Weltkrieg vervollkommnete Konzept des Phänomobils sollte bis 1927 Käufer finden. Für Ästheten kam so ein bizarr anmutender Zwitter natürlich nicht in Frage, für die gab es unter der Marke ab 1910 „richtige“ Autos.

Eine Reklame aus dem Kriegsjahr 1918 zeigt die beiden Produktlinien der Phänomen-Werke einträchtig nebeneinander:

Phänomen-Reklame_1918_Galerie

Originalreklame aus Sammlung Michael Schlenger

Wie die Anzeige verrät, besaß die Firma Niederlassungen in Berlin und Dresden, offenbar erreichten die Phänomen-Automobile auch ein großstädtisches Publikum, nicht nur den örtlichen Landarzt oder Metzger.

Mitte der 1920er Jahre brachten die Zittauer sogar einen sportlichen 50 PS-Wagen heraus, den Typ 412, dessen 3,1 Liter großer Vierzylinder über eine obenliegende Nockenwelle verfügte.

Gern würden wir hier ein Originalfoto dieses schicken Sport-Phaetons bringen, aber bislang ließ sich keines auftreiben.

Wenden wir uns nun der Episode aus der Autofertigung der Phänomenwerke zu, um die es heute gehen soll. Wir springen dazu ins Jahr 1934, aus dem folgende Zeitschriftenreklame stammt:

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Phänomen 25 Kübelwagen; Originalreklame aus Sammlung Michael Schlenger

Hier wurde grafisch sehr expressiv der „ideale Wagen für den Jäger“ angepriesen – eine ziemlich kühne Werbebotschaft, die sich wohl eher an solvente Hobbyjäger als an den durchschnittlichen Förster oder Waidmann wandte, die waren zu Fuß unterwegs.

Doch die Anzeige lässt ahnen, dass das Automobil damals auch in Deutschland immer breitere Verwendung fand, wenngleich nach wie vor ein echter Volkswagen fehlte. Auf den mussten die „Volksgenossen“ anno 1934 noch rund 20 Jahre warten…

Doch selbst gutsituierte Jagdfreunde in deutschen Landen werden kaum in den Genuss einer Fahrt im kernigen Phänomen „Granit“ Kübelwagen gekommen sein – der wurde nur in geringen Stückzahlen gefertigt, genaue Angaben waren nicht zu finden.

Immerhin gibt die spärliche Literatur folgendes her: Der Phänomen „Granit“ Kübelwagen basierte auf einem leichten Nutzfahrzeugmodell, dem Typ 25, der ab 1931 gebaut wurde und 1,5 Tonnen Zuladung transportieren konnte.

Die PKW-Fertigung der Phänomenwerke endete zwar schon 1927, doch in der Nutzfahrzeugsparte lebte ein Erbe des Phänomobils fort – luftgekühlte Motoren! Ein weiteres Beispiel dafür, wie verbreitet das Konzept schon vor dem VW war.

35, später 40 PS leistete der luftgekühlte 2,5-Liter-Vierzylinder des Phänomen „Granit“ – damals ein normaler Wert.

Mit vermutlich demselben Motor wurde 1934/35 eine geringe Anzahl von „Granit“ Kübelwagen für den Bedarf der Wehrmacht gefertigt, von denen es vereinzelt Aufnahmen aus dem Einsatz im 2. Weltkrieg gibt.

Eine solche Aufnahme findet man nur durch Zufall:

Phänomen_Kübelwagen_Ostfront_Galerie

Phänomen „Granit“ Kübelwagen; Originalfoto aus Sammlung Michael Schlenger

Der unbedarfte Betrachter wird hier bestenfalls eine der Schlammpisten erkennen, die den deutschen Soldaten an der Ostfront zu Beginn und Ende des Winters zu schaffen machten und den Nachschub an die Front erschwerten.

Vor einfachen Bauernhäusern aus Holz sind diverse Wehrmachtsfahrzeuge zu sehen – offenbar hatte hier eine deutsche Militäreinheit vorübergehend Unterkunft bezogen. Uns interessiert vor allem dieser Ausschnitt:

Phänomen_Kübelwagen_Ostfront_Ausschnitt

Hier sehen wir einen der sagenhaft seltenen Kübelwagen des Typs Phänomen „Granit“ im Einsatz – und zwar ein Modell aus dem Jahr 1935, da der Wagen im Gegensatz zum Vorjahrestyp über feste Türen verfügt.

Die Aufnahme entstand offenbar fernab der Front, da die Soldaten lediglich ihr „Schiffchen“ als Kopfbedeckung tragen und unbewaffnet sind.

Dass man den deutschen Besatzern in der vom Stalinismus verheerten Sowjetunion nicht überall von Anfang an feindlich gegenüberstand, lässt dieses Bild erahnen, wo einheimische Kinder den deutschen „Landsern“ zuschauen.

Während die ideologisch verblendete Berliner Führung hier nur „Untermenschen“ sah, bewahrten sich viele Veteranen positive Erinnerungen an ihre Kontakte zur russischen Zivilbevölkerung, auch das gehört zur Tragik des 2. Weltkriegs.

Wir wissen, wie die Sache ausgegangen ist, und können nur bedauern, was zwei totalitäre Systeme auf dem Boden der Sowjetunion angerichtet haben. Dabei darf man neben dem Leid der Einheimischen daran erinnern, dass die allermeisten Teilnehmer des Ostfeldzugs sich ihr Schicksal ebenfalls nicht ausgesucht hatten.

Für viele von ihnen wurde der Marsch in den Osten eine Reise ohne Wiederkehr – und wahrscheinlich auch für den Phänomen „Granit“ Kübelwagen, den ein namenloser deutscher Soldat Anfang der 1940er Jahre abgelichtet hat.

© Michael Schlenger, 2017. All entries in this blog (including embedded photos) are copyrighted by the author, unless otherwise indicated. Excerpts and links may be used, provided that credit is given to Michael Schlenger and https://www.klassiker-runde-wetterau.com with appropriate and specific direction to the original content.

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