Wanderer

Bilder von Wanderer-Automobilen und historische Reklame chronologisch geordnet

© Originale aus Sammlung Michael Schlenger, Weiterverwendung nur mit Quellenangabe

Wanderer_W6_6-18_PS

Wanderer W6 6/18 PS Tourenwagen von 1923, aufgenommen in den 1930er Jahren

Wanderer Typ W8 5-15 PS

Wander W8, 5/15PS, Baujahr: 1924/25

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Wanderer W8 5/20 PS, Bauzeit: 1925/26

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Wanderer W10-I, Bauzeit: 1926/27

Wanderer_W10-III_Galerie

Wanderer W10/II 8/40 PS, Baujahr: 1927-28

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Wanderer W10/II 8/40 PS, 3-sitziges Cabriolet (Karosserie Zschau/Leipzig)

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Wanderer W10/II 10/40 PS, 3-sitziges Cabriolet (Karosserie Zschau/Leipzig)

Wander_W10_IV_Ausschnitt

Wanderer W10/IV, Baujahr: 1930-32

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Wanderer W11 10/50 PS, Baujahr: 1929/30

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Wanderer W11 10/50 PS, Bauzeit: 1929/30

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Wanderer W11 10/50 PS Kübelwagen der Reichswehr, Baujahr: 1931-37

Wanderer_W11_12-50 PS_Kübelwagen_Vorkrieg_Galerie

Wanderer W11 10/50 PS Kübelwagen der Reichswehr/Wehrmacht, Baujahr: 1931-37

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Wanderer W11 12/60 PS Kübelwagen, 1. Ausführung 1935-37, aufgenommen in Frankreich

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Wanderer W11 12/60 PS, Kübelwagen, 2. Ausführung von 1937-41

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Wanderer W21 (7/35 PS) oder W22 (8/40 PS), Reklame von 1934

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Wanderer W21 oder W22, Bauzeit: 1933-35

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Wanderer W21 oder W22, Baujahr 1933-35

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Wanderer W25K, Bauzeit: 1936-38, vermutlich Werksfoto

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Wanderer W 40 oder 50, 2-Fenster-Cabriolet, Baujahr: 1936-38, BDM-Fahrzeug aus dem Obergau 1 (Ostpreußen)

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Wanderer W 40, 45 oder 50, Bauzeit: 1936-38, Vorkriegsaufnahme

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Wanderer W50 Tourenwagen, Bauzeit: 1936-38, aufgenommen 1938/39 in Wien

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Wanderer W 40, 45 oder 50 Cabriolet, aufgenommen 1941/42 auf dem Balkan

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Wanderer W40 oder W45, 2-Fenster-Cabriolet, aufgenommen an der Ostfront

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Wanderer W23 oder W24 Cabriolet, Bauzeit: 1937-40/41, Aufnahme von 1939

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Wanderer W23 oder W24 Cabriolet, Bauzeit: 1937-40/41, Vor- oder Nachkriegsaufnahme

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Wanderer W23 oder W24 Limousine, Bauzeit: 1937-40/41, aufgenommen 1939 (nach Kriegsausbruch)

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Wanderer W23 oder W24, Bauzeit: 1937-40/41, Luftwaffenunteroffizier, Aufnahme von 1940

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Wanderer W23 oder W24 Cabriolet, Bauzeit: 1937-40/41, Luftwaffenoffizier, Aufnahmedatum unbekannt

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Wanderer W23 oder W24, Bauzeit: 1937-40/41, aufgenommen an der Ostfront

Aktuelle Beiträge

Nicht nur der Doktor fährt Opel: Typ 6/12 PS von 1909

Für die Liebhaber richtig früher Automobile sind die meisten Vorkriegswagen, die auf diesem Oldtimerblog anhand historischer Fotos gezeigt werden, „Youngtimer“.

Für die gusseiserne Veteranenfraktion zählt nur, was vor dem 1. Weltkrieg an Motorfahrzeugen gebaut wurde, oder noch besser: alles, was bis etwa 1910 entstand.

Ab dann unterschied sich das Automobil formal deutlich von einer Kutsche mit davorgesetztem Antrieb: Frontpartie und Aufbau begannen um diese Zeit zu einem harmonischen Ganzen zu verschmelzen.

Fahrzeuge aus der automobilen Frühzeit, in der noch vieles offen war, konnten wir hier bisher nur wenige zeigen. Originalfotos solcher Wagen sind heute kaum häufiger als die Autos selbst.

Zuletzt haben wir hier gleich zwei Fahrzeuge der Pionierära vorgestellt, die um 1903 entstanden, Wagen des französischen Herstellers Gladiator.

Nicht ganz so weit in die Vergangenheit tauchen wir heute ein, auch die Marke, um die es geht, istvertrauter: Opel. Heute steht der Name nicht gerade für automobile Exzellenz – vor dem 1. Weltkrieg sah das ganz anders aus.

Um die Jahrhundertwende hatten die französischen Autobauer die Führung inne, auch Opel stützte sich anfangs auf Patente aus Frankreich (Darracq).

Opel_Darracq

Originalreklame für Opel-Darracq um 1902 aus Sammlung Michael Schlenger

Doch ab 1905/06 gewannen die Opel-Wagen rasch an Eigenständigkeit, Qualität und Renommee.

Zu diesem Zeitpunkt war das Automobil kein Spielzeug der oberen zehntausend mehr, sondern stiftete zunehmend Nutzen im Alltag. Ein Beispiel dafür war der Doktorwagen, ein Zweisitzer für Landärzte mit leichtem Verdeck.

Damit war man im Notfall die entscheidende halbe Stunde schneller beim Patienten als mit der Kutsche. Fahrer und Pferde mussten nicht eigens bereitgehalten werden.

Bei den Classic Days auf Schloss Dyck am Niederrhein war 2016 ein solcher Doktorwagen in Form des Opel Typ 4/8 PS von 1908 zu bewundern:

Nur ein Jahr, nachdem dieser prächtige Veteran entstand, ging für kurze Zeit ein neuer Opel-Typ in Produktion, der eine neue Käuferschicht erschließen sollte.

Die Rede ist vom nur 1909 hergestellten Typ 6/12 PS, der der erste „volkstümliche“ Opel werden sollte. Er verfügte über vier Sitze, musste aber mit einem 2-Zylinder-Motor auskommen – ein damals schon veraltetes Konzept.

Natürlich war selbst so ein Kleinwagen für die meisten Deutschen unerschwinglich – wer sich ein Opel-Fahrrad leisten konnte, gehörte bereits zur Mittelschicht.

So ist es kein Zufall, dass der Opel 6/12 PS auf folgendem Foto vor einem großbürgerlichen Haus abgelichtet wurde.

Opel_6-12_PS_Doppel-Phaeton_Ak_von_1910_Galerie

Opel 6/12 PS Doppel-Phaeton; Originalaufnahme aus Sammlung Michael Schlenger

Wie am Stempelabdruck oben links erkennbar, ging diese seltene Aufnahme einst als Postkarte auf die Reise, und zwar im Jahr 1910.

Der Opel auf dem Foto – man konnte damals die Abzüge gleich im Postkartenformat ordern – war zum Aufnahmezeitpunkt noch fast neuwertig und sicher einer der ersten Wagen in der Gegend.

Im Vergleich zu den großzügigen Opel-Tourenwagen jener Zeit, die 40 bis 60 PS stark waren, wirkt das 6/12 PS-Modell, als sei es in der Wäsche eingegangen. Die Insassen hätten jedenfalls etwas mehr Platz vertragen können:

Opel_6-12_PS_Doppel-Phaeton_Ak_von_1910_AusschnittDem finanziellen Status gemäß waren die Herrschaften im Opel deutlich „besser genährt“ als das Personal im Hintergrund, das wohl zum Hausstand gehörte.

Die schlecht gelaunt schauende Dame auf dem Rücksitz ist ein Beispiel für die oft ins Absurde abdriftende Hutmode der Kaiserzeit – aber im Unterschied zu den heute üblichen Tätowierungen ließ sich das Ungetüm auf dem Kopf immerhin abnehmen…

Die beiden Herren vermitteln eine Vorstellung davon, welche Kopfbedeckungen sich auch heute in einem solchen Veteranenwagen gut machen.

Wer sich für derartige Details interessiert, wird übrigens feststellen, dass an dem Opel bei einer Reifenpanne nicht einfach die Felge mit Reifen ausgewechselt werden konnte. Da musste noch der Reifen selbst getauscht werden, eine Heidenarbeit.

Doch gleichzeitig weist etwas anderes in die Zukunft: die Windschutzscheibe ließ sich bereits schrägstellen, sodass sie weniger Luftwiderstand bot und den Straßenstaub besser über die Insassen hinwegleitete.

Als diese Aufnahme entstand – wie gesagt 1910 – baute Opel die ersten Wagen, bei denen die Motorhaube leicht anstieg und die Verbindung mit der Scheibenpartie über einen strömungsgünstigen Windlauf hergestellt wurde.

Ab diesem Moment sah das Automobil nicht länger aus wie eine Kutsche ohne Pferde, sondern wurde zu etwas formal Eigenständigem, das bis heute fortwirkt.

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