Zauber des Originalen: Ein Packard „Eight“ mit Patina

Die elften Classic Days auf Schloss Dyck am Niederrhein liegen hinter uns. Besucher und Teilnehmer aus ganz Europa sind wieder heimgekehrt, hoffentlich wohlbehalten.

Drei Tage lang konnte man Eindrücke sammeln, Gespräche unter Gleichgesinnten führen und glückliche Momente erleben, die noch lange nachhallen.

Hier einige Impressionen für die Daheimgebliebenen:

Bevor wir uns auf diesem Oldtimerblog wieder Vorkriegsautos auf historischen Fotos widmen, soll ein besonderes Fahrzeug gewürdigt werden, das für den Verfasser zu den Höhepunkten der Classic Days 2017 gehörte.

Die Rede ist von einem Packard der späten 1920er Jahre. Die bereits 1899 im US-Bundesstaat Ohio gegründete Firma blieb auch in der Zwischenkriegszeit unabhängig und erarbeitete sich international einen Ruf als Luxushersteller.

Packards waren stets technisch auf der Höhe der Zeit, souverän motorisiert und von erlesener Linienführung. So ist es kein Wunder, dass Packards selbst im krisengeschüttelten Deutschland der Endzwanziger Käufer fanden.

Hier haben wir ein Sechszylindermodell von 1927/28, das einst auf Gut Schrevenborn an der Ostsee abgelichtet wurde:

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Packard „Six“; Originalfoto aus Sammlung Michael Schlenger

Selbst ohne den Markenschriftzug wäre der Wagen anhand des typischen oberen Abschlusses der Kühlermaske und den sich in der Haube fortsetzenden Sicken als Packard erkennbar.

Die Packard-Modelle waren damals mit 6- und 8-Zylindermotoren, unterschiedlichen Radständen und Aufbauten verfügbar. Dennoch ist es nicht leicht, die Fahrzeuge zu datieren, da sich von Jahr zu Jahr nur Details änderten.

Im vorliegenden Fall legen die trommelförmigen Scheinwerfer und die vorn gerundeten Schutzbleche eine Entstehung 1927/28 nahe (ausführlicher Bericht).

Wie wir sehen werden, knüpft der Packard, der auf Schloss Dyck zu bewundern war und um den es heute gehen soll, nahtlos daran an.

Hier haben wir das gute Stück – bewusst in Schwarz-Weiß, da das Auge sonst zu stark vom Hintergrund abgelenkt würde:

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Packard „Eight“; Bildrechte: Michael Schlenger

Die Situation ist natürlich nicht ideal – das Foto ist ein Schnappschuss, der beim Eintreffen des Wagens am Freitagnachmittag entstand.

Das Auto hatte gerade die Sichtprüfung durch den TÜV Rheinland absolviert, der für als Teilnehmer an den Classic Days gemeldete Fahrzeuge obligatorisch ist. Die Wagen sind das Wochenende über immer wieder zwischen tausenden von Besuchern unterwegs und müssen daher verkehrssicher sein.

Beim Vorbeifahren war dem Verfasser nicht nur der weiche Lauf des Motors aufgefallen, von dem noch zu sprechen sein wird, sondern auch, dass der mächtige Packard von zwei jungen Damen gefahren wurde.

Offenbar haben sich die beiden nicht von den Schauermärchen beeindrucken lassen, die man hierzulande über die angeblich unfahrbaren Vorkriegsautos immer wieder zu hören bekommt.

Natürlich verlangen Wagen dieses Kalibers mehr Aufmerksamkeit und Einsatz, aber gerade darin liegt doch in unserer bequemlichkeitsbesessenen Zeit der Reiz!

Zurück zur Ausgangssituation, nun aber in Farbe:

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Packard „Eight“; Bildrechte: Michael Schlenger

Hier fallen trotz des etwas störenden Hintergrunds mehrere Dinge auf:

Der Wagen verfügt über schüsselförmige Scheinwerfer und Klappen statt Schlitze in der Motorhaube. Damit ist klar: Dies ist ein großer Packard „Eight“, wie er ab 1929 gebaut wurde.

Sechszylinder waren damals bei Packard nicht mehr verfügbar, die Abkehr von Trommelscheinwerfern markiert den Beginn dieser Ära. Gleichzeitig verraten die Luftklappen, dass es kein „Standard Eight“ mit 5,2 Liter Hubraum und 90 PS war, der an Luftschlitzen in der Haube erkennbar war.

Nein, bei „unserem“ Packard arbeitet ein 6,3 Liter großer Reihenachtzylinder unter der Haube, der beachtliche 105 PS auf die Antriebswelle schickte. Damit ließ sich der je nach Aufbau sehr schwere Wagen souverän und schaltfaul bewegen.

Apropos Aufbau: Wie so oft wirkt die Tourenwagenkarosserie mit montiertem Verdeck hier weit sportlicher als offen. Dabei unterstützt die sehr niedrige Frontscheibe den rassigen Eindruck – in natura kommt das noch besser zur Geltung.

Bei aller formalen Vollendung werden aufmerksame Betrachter sicher einen „Makel“ an dem Packard bemerkt haben:

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Speziell hinter der Kühlermaske, aber auch an anderen Stellen weist der Lack Risse und Fehlstellen auf, zudem scheint der ursprüngliche Glanz verlorengegangen zu sein.

Tja, liebe Leser, so sieht ein 90 Jahre altes Auto aus, das das Glück hatte, sein Leben lang wohlbehütet untergebracht zu sein, und nie „restauriert“ wurde.

Hier sehen wir nicht nur den originalen Lack, mit dem das Auto das Werk verließ. Auch das empfindliche Verdeck mitsamt Gestänge ist erhalten.

Nur die Technik des bis 2016 in den USA beheimateten Wagens wurde überholt. So hat der Packard ein neues Leben als „Fahr“zeug, nicht als Museumsobjekt vor sich.

Natürlich gibt es Fälle, in denen an einer Aufarbeitung kein Weg vorbeiführt, etwa weil ein historisch bedeutendes Auto seine Karosserie verloren hat, es durch Unfall beschädigt wurde oder aus Teilen mehrerer Fahrzeuge zusammengesetzt ist.

Doch wenn ein Wagen in den wesentlichen Teilen komplett ist und ein stimmiges Gesamtbild abgibt, an dem sich die Spuren eines abwechslungsreichen Daseins verewigt haben, ist eine behutsame Konservierung vorzuziehen.

So haben das offenbar auch die heutigen Besitzer des Packard gesehen, denen an dieser Stelle zu ihrem herrlichen Automobil gratuliert sei.

Ein solcher Wagen ist nicht nur Ausweis hervorragenden Geschmacks, sondern auch ein Statement gegen die Unkultur des Wegwerfens und die „Alles besser als neu“-Mentalität, die hierzulande ausgeprägter ist als etwa in England.

Die Meinungen darüber, was original ist, mögen bisweilen auseinandergehen, doch eines dürfte unbestritten sein:

Originaler (im Sinne von authentisch) geht es kaum als bei solchen natürlichen Spuren des Gebrauchs in einem langen Autoleben.

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So etwas kann man nicht einfach nachbauen und auch mit der dicksten Brieftasche nicht herbeikonstruieren – so etwas entsteht nur über Jahrzehnte und erst das macht ein historisches Automobil unverwechselbar – und das ist gut so.

© Michael Schlenger, 2017. All entries in this blog (including embedded photos) are copyrighted by the author, unless otherwise indicated. Excerpts and links may be used, provided that credit is given to Michael Schlenger and https://www.klassiker-runde-wetterau.com with appropriate and specific direction to the original content.

 

Ford „Model A“ gestern und heute in Deutschland

Bei den diesjährigen „Classic Days“ auf Schloss Dyck unweit von Düsseldorf waren vor perfekter Kulisse wieder Vorkriegsschätze zu bewundern, die einen mitunter sprachlos machen:

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Horch 853; Bildrechte Michael Schlenger

Wer ein Problem mit der „Kunst“ des 20. Jahrhunderts (und der unserer Zeit) hat – weil mangels Maßstäben alles als Kunst durchgeht, was dazu erklärt wird – mag in der ergreifenden Präsenz solcher Schöpfungen, die die Ebene des Technischen weit hinter sich lassen, seinen Ausgleich finden.

Wem das zu hoch gegriffen erscheint, wird zumindest zugeben, dass selbst automobile Massenfabrikate der 1920/30er Jahre aufgrund ihrer vollkommen anderen Gestaltungslogik eine ausgesprochen exotische Wirkung entfalten.

Der Zugang zu Vorkriegsautos ist für viele nicht leicht. Denn ihre formalen Prinzipien sind mit der Gesellschaft jener Zeit untergegangen, und die Wagen wirken auf Betrachter rückständig, die die Moderne für das Maß aller Dinge halten.

Doch lässt man sich auf sie ein wie auf die würdevollen Hinterlassenschaften einer uns fremden Zivilisation – dann beginnt man zu begreifen…

Nehmen wir als Beispiel diese historische Aufnahme einer Ausfahrt mit zwei Automobilen, entstanden im Deutschland der späten 1920er Jahre:

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Ford Model A und Fiat 520; Originalfoto aus Sammlung Michael Schlenger

Von der Situation trennen uns je nach Lebensalter gerade einmal zwei, drei Generationen. Und doch wirkt alles, was wir hier sehen, fremd – nicht nur die Fahrzeuge, sondern auch Kleidung und Haltung der Insassen.

Könnten wir einem Gespräch dieser Automobilisten lauschen, käme uns vieles merkwürdig vor: Vornamen, Höflichkeitsfloskeln, Wortschatz, Ausdruck. Wir wären vermutlich überrascht, wie zusammenhängend gesprochen wurde, wie anders Sprachbilder und Anspielungen waren.

Beim Eintauchen in solche alten Bilder entdeckt man vieles, was den Wunsch weckt, mehr zu erfahren: Wer waren die Leute, die in dem Auto unterwegs waren, was bewegte sie, was wurde aus ihnen in wahrhaft stürmischen Zeiten?

Meist können wir dazu kaum etwas sagen, allenfalls Vermutungen anstellen, die Phantasie für uns arbeiten lassen. Greifbar sind dagegen die Automobile als zuverlässigste Zeugen und so halten wir uns auch heute an sie.

Den vorderen Wagen auf dem Foto – einen Fiat 520 mit einer typisch italienischen, scharf geschnittenen Karosserie – nehmen wir uns bei einer anderen Gelegenheit vor.

Stattdessen konzentrieren wir uns auf das unscheinbar wirkende Auto dahinter:

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Was hier auf den ersten Blick aufgrund der Perspektive ein wenig pummelig daherkommt, ist in natura ein gefälliges und je nach Aufbau durchaus eindrucksvolles Automobil.

Aber erst einmal das Wichtigste zur Identifikation: Die Kühlermaske mit dem markanten Schwung nach unten und dem ovalen Emblem darauf, die breite Spur und die große Bodenfreiheit – zusammengenommen sind das alles Merkmale eines Ford Model A.

Der ab 1928 gebaute Nachfolger des legendären Model T ist – gemessen an der Kürze der Bauzeit – wohl das am häufigsten in kaum veränderter Form gebaute Auto überhaupt.

In der weniger als vier Jahre währenden Produktionszeit liefen unglaubliche 4,3 Millionen Exemplare davon vom Band. Entscheidend für diesen gigantischen Erfolg war nicht etwa eine besonders fortschrittliche Konstruktion.

Technisch bot das Model A soliden Standard, der Experimente am Kunden vermied, gleichzeitig ermöglichte der immerhin 40 PS starke Vierzylinder in Verbindung mit Allradbremsen souveräne Fahrleistungen.

Heute ist das Model A ein erwachsenes und erschwingliches Vorkriegsauto, dessen Ersatzteilversorgung die vieler „Youngtimer“ in den Schatten stellt.

Man bekommt praktisch alles für dieses 90 Jahre alte Modell, selbst eine den eigenen Geschmack treffende Karosserie kann man sich unter den vielen Angeboten am internationalen Markt aussuchen.

Übrigens zeigt das obige Foto die besonders attraktive, aber eher seltene Tourenwagenversion. Die meisten überlebenden Fahrzeuge besitzen einen Aufbau als Limousine oder 2-sitziges Cabriolet (Rumble-Seat Roadster).

Wie reizvoll ein Ford Model A als viersitziger Tourenwagen daherkommen kann, war auf den Classic Days 2017 anhand dieses schönen Exemplars zu besichtigen:

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Ford Model A; Bildrechte: Michael Schlenger

Wir haben hier den gleichen Wagen vor uns wie auf der Schwarzweißaufnahme, doch die Wirkung ist eine völlig andere.

Das hat zum einen mit dem abwechslungsreichen Farbschema zu tun, das die einzelnen Bauteile des Wagens betont, zum anderen mit dem montierten Verdeck mitsamt Seitenscheiben.

So wirkt ein Tourenwagen großzügiger und wertiger als mit niedergelegtem Verdeck. Auf einmal hat selbst ein Massenfabrikat richtig Charakter, auch aus spitzem Aufnahmewinkel wie hier:

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Ford Model A; Bildrechte Michael Schlenger

Die Aufnahme eignet sich gut dazu, sich die besonderen Gestaltungsprinzipien früher Vorkriegsautos vor Augen zu führen.

In den 1930er Jahren begann die Formgebung ein Eigenleben zu entwickeln, das zu atemberaubenden Schöpfungen wie dem eingangs gezeigten Horch 853 führte.

Doch in den 1920er Jahren waren Automobile Verkörperungen des aus der Architektur stammenden Mottos „Form follows function“.

Unser Model A ist ein Beispiel dafür. Funktionell eigenständige Elemente wie der Kühler und die Schutzbleche sind klar erkennbar und voneinander abgegrenzt.

Heute sind die Kühler nur noch Attrappen und die immer noch als „Kotflügel“ bezeichneten Teile sind seit den 1950er Jahren mit der Karosserie verschmolzen.

Die Motor“haube“ erinnert im Namen noch an das dreidimensionale Gehäuse, das beim Ford den Motor umgibt, doch eigentlich ist sie heute nur noch ein flacher Deckel, unter dem sich ein kaum erkennbares Aggregat verbirgt.

Ebenso der „Schweller“, die verkleidete Rahmenpartie, die sich beim Ford deutlich unter dem Aufbau abzeichnet und auch farblich klar von diesem abgegrenzt ist. Heute ist dies ein formal und funktionell unbedeutendes Karosserieelement.

Von längst verschwundenen Besonderheiten wie dem Trittbrett zum „Einsteigen“ und am Heck separat angesetzten Gepäckkoffer wollen wir gar nicht erst reden.

Betrachtet man Wagen der 1920er Jahre auf diese Weise, erscheinen sie nicht verspielt, sondern klar aus funktionellen Elementen zusammengesetzt. Nur wenige dem Auge schmeichelnde Details findet man, etwa dieses:

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Der ohne erkennbaren Grund nach vorn weisende Schwung der A-Säule ist ein letzter Widerhall der Kutschenära, in der man gerade Linien und rechte Winkel zu vermeiden bemüht war.

Solcher Zierrat, der der simplen Form der Passagierkabine die Härte nimmt, sie weniger kastig wirken lässt, war bis etwa 1910 Standard bei Automobilen.

Ähnliche Elemente finden sich am folgenden, bislang nicht identifizierten Wagen aus der Zeit von etwa 1906-08:

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Unbekannter Veteranenwagen; Originalfoto aus Sammlung Michael Schlenger

Das von der Kutsche des späten 19. Jahrhunderts übernommene schmückende Beiwerk am Passagierabteil taucht am Ford Model A noch einmal auf. Es ist damit eine Erinnerung an den Ursprung des Autos als „horseless carriage“.

Die der Kutsche vorgespannten Pferde durch ein an ihrer Stelle angebrachtes technisches Aggregat zu ersetzen – das ist bis heute der größte Entwicklungssprung in der Automobilgeschichte.

Der zweitgrößte Schritt dürfte die Überführung eines Luxusgefährts in ein echtes Volksautomobil gewesen sein. Dieser Evolutionssprung ist untrennbar mit Ford verbunden, weshalb dieser Marke in der Historie ein einzigartiger Rang gebührt.

Speziell das so unscheinbar wirkende Model A von Ford markiert ist ein Meilenstein in der Geschichte des Automobils, da es die befreiende Wirkung der „horseless carriage“ wirklich jedermann zugänglich machte – auf einem technischen Niveau und in einer Form, die bis heute überzeugen und begeistern.

Am Ende steht das an alle Zaudernden gerichtete Plädoyer des Verfassers, sich solch ein historisches Vehikel zuzulegen, um die Essenz des Automobils zu erfahren. Die hierzulande bisweilen geäußerten Bedenken stammen meist von Leuten, die selbst nie ein Vorkriegsauto gesteuert haben.

Ganz einfach: Wer den Mumm hat, mit reiner Muskelkraft ein Rennrad im öffentlichen Verkehr auf der Landstraße zu bewegen, kann nicht ernsthaft argumentieren, dass er ein Vorkriegsauto für zu „lahm“ oder „unsicher“ hält…

© Michael Schlenger, 2017. All entries in this blog (including embedded photos) are copyrighted by the author, unless otherwise indicated. Excerpts and links may be used, provided that credit is given to Michael Schlenger and https://www.klassiker-runde-wetterau.com with appropriate and specific direction to the original content.

Skoda 645 bei den Classic Days auf Schloss Dyck

An diesem Wochenende findet wieder „die“ Pflichtveranstaltung für Freunde klassischer Automobile in Deutschland statt – die Classic Days auf dem ehrwürdigen Schloss Dyck am Niederrhein.

Über den Rang der Veranstaltung muss man nicht viele Worte verlieren:

Herrliches historisches Ambiente, alle Epochen und Stilrichtungen abedeckende Fahrzeugvielfalt, abwechslungsreiche Vorführungen auf der Rundstrecke und höchster Qualitätsanspruch – das ist auf dem Kontinent einzigartig.

Der Veranstalter schafft es Jahr für Jahr, auch Automobilgourmets immer wieder aufs Neue zu überraschen. Speziell in der gut bestückten Vorkriegsklasse bekommt man Preziosen zu sehen, die man andernorts vermisst.

So hatte auch der Verfasser des öfteren beklagt, dass von den Qualitätswagen aus tschechischer Fertigung der 1920/30er Jahre im deutschen Sprachraum kaum etwas zu sehen ist.

Sicher, einem Tatra begegnet man mitunter, doch wann hat man zuletzt irgendwo eine großzügige Limousine von Praga oder Skoda zu Gesicht bekommen?

Leser dieses Blogs werden sich an das eine oder andere Exemplar erinnern, das zumindest auf historischen Originalfotos erhalten geblieben ist. Das sieht dann beispielsweise aus wie dieses hier:

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Skoda 430; Originalfoto aus Sammlung Michael Schlenger

So reizvoll diese 1931 bei Tynec (Tschechoslowakei) entstandene Aufnahme eines Skoda 430 auch ist – nicht zuletzt wegen des ansehnlichen Paars daneben – so gern würde man einen solchen Wagen einmal in natura erleben.

Gelegenheit dazu ergab sich erfreulicherweise bei den Classic Days 2017, wo der Verfasser auf dieses Prachtexemplar stieß:

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Skoda 645; Bildrechte: Michael Schlenger

Dem aufmerksamen Beobachter wird hier auffallen, dass die Vorderkotflügel ein einheitliches, harmonisch gerundetes Element darstellen.

Das eingangs gezeigte historische Foto zeigt eine frühere Version, bei der die Schutzbleche zumindest optisch wie aus zwei Bauteilen zusammengesetzt erscheinen. Gemeinsam sind beiden aber Kühlerausführung und Scheibenräder.

Nicht viel zu bedeuten haben die unterschiedlichen Kühlerfiguren – diesbezüglich waren die Fahrzeuge einst oft individueller, als es heutige restaurierte Exemplare vermuten lassen.

Hier sieht man das typische Skoda-Emblem, das dem Grundsatz nach bis heute in Verwendung ist, nur keine Dreidimensionalität mehr besitzt. Auch das geschmackvolle Farbschema ist in der modernen Aufnahme auf einmal zu erkennen, Schwarz-Weiß-Photos lassen diesbezüglich nur Vermutungen zu:

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Skoda 430; Bildrechte: Michael Schlenger

Die im wahrsten Sinne „größte“ Überraschung stellen aber die Proportionen des Wagens in der Seitenansicht dar.

Auf der historischen Aufnahme haben wir es mit einer Vierfenster-Limousine zu tun, und auch die aus ähnlich spitzem Winkel gemachte moderne Aufnahme lässt den Wagen nicht sonderlich groß erscheinen.

Ganz anders sieht das Bild jedoch aus, wenn man den Skoda bei den Classic Days von der Seite betrachtet – nun wieder in Schwarz-Weiß:

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Skoda 430; Bildrechte Michael Schlenger

Dieses eindrucksvolle Automobil verdankt seine mächtige Erscheinung der Tatsache, dass es sich um eine Sechsfenster-Limousine handelt. Sie hat einen gegenüber der Normalausführung verlängerten Radstand.

Die Motorleistung des Skoda 430 (rund 30 PS aus 1,8 Liter Hubraum) wäre dafür etwas dürftig gewesen. Tatsächlich handelt es sich um die parallel verfügbare, größere Sechszylinderversion 645 mit 2,5 Liter Hubraum und – natürlich – 45 PS.

Was aber mehr zählte, waren der Komfort und das enorme Prestige, das der Besitz eines solchen ausgewachsenen Wagens im perfekten US-Stil der späten 1920er Jahre bedeutete.

Noch mehr als in Deutschland waren Automobile bei den tschechischen Nachbarn damals eine Rarität und wurden überwiegend in Manufaktur gefertigt.

Vom Skoda 645 entstanden zwischen 1929 und 1934 nur rund 750 Exemplare, im Vergleich zu amerikanischen Wagen oder auch den Großserienfahrzeugen von Opel oder Fiat verschwindend wenige.

Und so erhält eine Rarität wie dieser Skoda bei den Classic Days auf Schloss Dyck endlich auch hierzulande das angemessene Ambiente…

Quelle: http://www.skoda-oldtimerclub.de/kategorie/dokumente/presse/autozeitung_oktavia_645/Skoda645.pdf

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1925: Ein Bugatti im Renneinsatz im Taunus

Die Sportwagenschmiede Bugatti aus dem elsässischen Molsheim ist bislang auf diesem Oldtimerblog für Vorkriegsautos nur am Rande behandelt worden.

Zwar ist die Marke in der Schlagwortwolke vertreten, doch die dahinterstehenden Blogeinträge zeigen überwiegend moderne Aufnahme und Filmdokumente von Bugattis.

Diese sind natürlich ebenfalls sehenswert und tatsächlich werden die Leser auch am Ende des heutigen Eintrags wieder ein bemerkenswertes Video eines Bugatti im Einsatz finden. Doch im Mittelpunkt stehen hier historische Originalfotos.

Die sind aber von Bugattis nicht ohne weiteres zu bekommen, wenn man für ein altes Stück belichtetes Papier nicht abwegige Summen bezahlen will. Doch immerhin eine interessante Bugatti-Aufnahme können wir hier zeigen:

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Bugatti Rennwagen; Originalfoto aus Sammlung Michael Schlenger

Aha, wird jetzt mancher denken, viel Auto zu sehen ist da ja nicht gerade – und ist das überhaupt ein Bugatti?

Zugegeben, es gibt bestechendere Fotos der agilen Sportgeräte, die bis heute zum Begehrenswertesten gehören, was die Autoindustrie hervorgebracht hat – nicht nur in technischer Hinsicht, sondern auch ästhetisch.

Kein Sportwagen der Vorkriegszeit bietet eine derartige Durchgestaltung funktioneller Elemente wie der Vorderachse oder des Motors. So viel betörende Form kombiniert mit heute noch beeindruckender Agilität ist sonst nirgends zu bekommen.

Nun aber zur Frage, woher wir überhaupt wissen, dass wir einen Bugatti vor uns haben, der 1925 einen Renneinsatz im Taunus absolvierte.

Bugatti_Taunusrennen_1925_Ausschnitt

Darauf war nur zu kommen, weil diese Aufnahme eine von mehreren ist, die sich in der Gesamtheit als Dokumente des Großen Preises von Deutschland entpuppten, den der AvD 1925 auf einem über 30 km langen Kurs im Taunus abhielt.

Bereits vorgestellt haben wir aus dieser Reihe den nachfolgend abgebildeten NSU 5/25 PS Kompressor (Bildbericht):

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NSU 5/25 PS Kompressor; Originalfoto aus Sammlung Michael Schlenger

Den Wagen konnten wir anhand von Form und Startnummer eindeutig der genannten Rennveranstaltung zuordnen.

Möglich war dies dank des Buchs von Holger Rühl „Die Automobilrennen im Taunus“, hrsg. 2004 (vergriffen). Darin sind auch die meisten anderen der 20 Teilnehmerfahrzeuge mit Startnummer abgebildet. Und dort findet sich auch „unser“ Bugatti mit der Startnummer 10!

Die Bugatti-Freunde werden es nicht gern hören, dass die drei eingesetzten Wagen „ihrer“ Marke sich dem kleinen NSU-Kompressorwagen 1925 im Taunus geschlagen geben mussten – damals ein ungeheurer Erfolg für die Neckarsulmer Fabrik.

Vom Ruhm der NSU-Rennwagen der Vorkriegszeit ist nichts geblieben als ein paar Fotos in den Händen von Automobilhistorikern.

Dasselbe gilt für die einst enorm erfolgreichen Sportversionen des NAG Typ C4 – ein Exemplar bringen wir gelegentlich. Aufrechterhalten wird immerhin die Erinnerung an die rassigen Steiger-Wagen – die als „deutsche Bugattis“ galten.

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Steiger Sportwagen; Originalfoto aus Sammlung Michael Schlenger

Ansonsten ist in Teilen der deutschen Klassikerszene eine Geringschätzung echter und eigener Tradition zu beobachten. So tauchen neben fragwürdigen Bentley Specials immer mehr dubiose Bugattis auf hiesigen Veranstaltungen auf.

Damit wir uns recht verstehen: Bugattis wurden vor dem Krieg auch von Kennern in Deutschland geschätzt und gefahren. Und wer sich heute eines der verbliebenen Originale hierzulande leisten kann, dem sei dazu gratuliert.

Ein Problem stellt die zunehmende Zahl der „Bugattis“ dar, die schlicht moderne Nachbauten sind und von prestigeversessenen Zeitgenossen auf Oldtimerveranstaltungen eingesetzt werden.

Natürlich kann sich jeder einen detailgenauen Nachbau eines Bugatti Typ 35 bei einer einschlägig bekannten Firma in Argentinien bestellen.

Man darf auch davon ausgehen, dass diese Repliken ähnlich eindrucksvolle Fahrerlebnisse vermitteln wie die Originale. Auch das sei den Besitzern gegönnt.

Nur: Solche Nachbauten gehören nicht auf eine Oldtimerveranstaltung.

Wer über ein Mindestmaß an historischem Bewusstsein verfügt, wird begreifen, dass auch die akribischste moderne Rekonstruktion ein seelenloses Abbild eines Originals ohne jeden immateriellen Wert bleibt.

Ein Porträt von Dürer beispielsweise bezieht seine Einzigartigkeit und seine Magie daraus, dass der Künstler genau vor diesem Original gesessen hat und es von seiner Hand ist. Näher können wir ihm nach 500 Jahren nicht kommen.

Einer im Detail davon nicht unterscheidbaren Kopie fehlt genau das: Dürer hat sie nie gesehen und nicht selbst geschaffen. Damit ist sie jenseits der Kosten von Leinwand und Farbe ohne jeden Wert und gehört nicht in eine Kunstgalerie.

So wie es Leute gibt, die ihre Häuser mit Kopien großer Meisterwerke schmücken müssen, deren Originale sie sich nicht leisten können, scheinen auch die Käufer von Bugatti-Klonen nicht akzeptieren zu können, dass gewisse Schöpfungen von höchstem Prestige nicht vermehrbar sind.

Anstatt aber auf die Jagd nach echten Raritäten zu gehen – beispielsweise den Resten eines NSU 5/25 PS Kompressor-Rennwagen oder eines NAG C4 „Monza“ –  muss es unbedingt eine weitere Kopie eines unerreichbaren Originals sein.

Dem Verfasser ist es gleichgültig, ob sich Besitzer von Bugatti-Nachbauten hierdurch angegriffen fühlen und wird sich diesbezüglich auf keine Diskussion einlassen.

Solche Fahrzeuge sind indiskutabel, weil sie keine Geschichte und keine Persönlichkeit haben – sie haben nichts zu erzählen außer von der peinlichen Eitelkeit ihrer Besitzer.

Was einen originalen Bugatti ausmacht, das erzählt der folgende kleine Film:

© Videoquelle: Youtube; Urheberrecht: Chateau Impney Hill Climb

Diese Sequenz entstand 2015 beim Chateau Impney Hillclimb in England und zeigt einen der ganz seltenen original erhaltenen Bugatti des Typs 35.

Wie der Besitzer erzählt, handelt es sich um einen Werksrennwagen, der Einsätze bei der Targa Florio in Sizilien und auf dem Steilkurvenkurs in Monthléry bei Paris bestritt.

Später wurde er an eine Amateur-Rennfahrerin in Südfrankreich verkauft, die ihn wiederum an einen italienischen Käufer weiterreichte, der den Bugatti rot lackierte.

In den frühen 1930er Jahren wurde der Wagen in einem Schuppen abgestellt und verbrachte dort rund 50 Jahre. Dann kaufte ihn ein Jura-Student, der sich zwar den Wagen, nicht aber seine „Restaurierung“ leisten konnte.

Wie der heutige Besitzer feststellt, verhinderte dies, dass der Wagen „ruiniert wurde“ – sprich in ein weiteres chromglänzendes Gefährt verwandelt wurde, das faktisch in weiten Teilen ein Neuwagen gewesen wäre.

So einen Zeitzeugen wieder zum Laufen zu bringen, ihm aber die Spuren seines langen Lebens zu lassen und ihn bestimmungsgemäß einzusetzen – das ist wahre Oldtimer-Leidenschaft und zeugt von Respekt vor dem Original.

In nachgebauten Kisten so tun, als gehöre man dazu, kann natürlich jeder mit dicker Brieftasche – nur ist das keine Leistung und schädigt zudem das Ansehen derer, die sich aufopferungsvoll um die Originale kümmern.

© Michael Schlenger, 2017. All entries in this blog (including embedded photos) are copyrighted by the author, unless otherwise indicated. Excerpts and links may be used, provided that credit is given to Michael Schlenger and https://www.klassiker-runde-wetterau.com with appropriate and specific direction to the original content.

 

 

 

Vorkriegswagen beim Goodwood Revival 2016

In den letzten Tagen wurden auf diesem Oldtimer-Blog einige Raritäten präsentiert, die beim Goodwood Revival Meeting 2016 in England zu sehen waren.

Für die Freunde von Vorkriegsautos hat der Verfasser außerdem eine Reihe von Aufnahmen im Vintage-Stil aufbereitet, der alte Schwarz-Weiß-Fotos so unverwechselbar macht.

Typisch für historische Abzüge ist die selbst bei großer Schärfe „weiche“ Abstufung der Tonwerte. Harte Kontraste findet man nur selten, ebensowenig reines Weiß und tiefes Schwarz. Die alten Fotos strahlen mehr Wärme aus als moderne Aufnahmen.

Zum Gesamteindruck tragen außerdem Unvollkommenheiten der einstigen Objektive bei. Sie bildeten die am Rand befindlichen Partien weniger scharf ab, wodurch das im Mittelpunkt stehende Motiv stärker betont wird. Diese Effekte lassen sich bei digitalen Bilddateien mit wenigen Handgriffen simulieren.

Beginnen wir mit diesem grandiosen Bentley-Tourenwagen, der auf dem Besucherparkplatz abgestellt war und dessen Besitzer die in Deutschland verbreiteten „Nicht anfassen!“-Warnschilder aufzustellen vergessen hatte:

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© Bentley beim Goodwood Revival Meeting 2016; Bildrechte: Michael Schlenger

Auch der Eigentümer eines Bentley-Cabriolets hatte sein prachtvolles Gefährt für jedermann zugänglich auf der Wiese abgestellt, ohne Sicherheitsvorkehrungen gegen Fingerabdrücke auf dem Lack zu treffen – wie leichtsinnig!

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© Bentley beim Goodwood Revival Meeting 2016; Bildrechte: Michael Schlenger

Überhaupt scheint sich die Bentley-Fraktion durch besondere Sorglosigkeit auszuzeichnen. Hier stehen gleich zwei Vorkriegsmodelle unbewacht nebeneinander. Übrigens eine Gelegenheit, über den Reiz eines „zivilen“ Aufbaus im Vergleich zu einer Special-Karosserie nachzusinnen, für die allzuoft originale Fahrzeuge geopfert wurden.

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© Bentleys beim Goodwood Revival Meeting 2016; Bildrechte: Michael Schlenger

Dem Besitzer des folgenden Bentley-Tourers ist anzukreiden, dass er es versäumt hat, seinen Wagen in den Neuzustand zu versetzen, der leider von zu vielen Zeitgenossen als der einzig wahre Originalzustand angesehen wird:

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© Bentley beim Goodwood Revival Meeting 2016; Bildrechte: Michael Schlenger

Dass ein 90 Jahre altes, komplett erhaltenes und fahrbereites Auto in Wahrheit keine „Aufarbeitung“ braucht, wissen die Briten schon etwas länger. So einen Zustand konserviert man mit Bedacht – wer einen Neuwagen will, soll sich halt einen kaufen.

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© Bentley beim Goodwood Revival Meeting 2016; Bildrechte: Michael Schlenger

Auch beim nachfolgend abgebildeten Rolls-Royce 20 HP mit originalem Weymann-Aufbau würde die hierzulande übliche „alles auf neu“-Mentalität sinnlos unwiederbringliche Originalsubstanz zerstören:

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© Rolls-Royce 20 HP beim Goodwood Revival Meeting 2016; Bildrechte: Michael Schlenger

Wenn es sich nicht vermeiden lässt, muss manchmal auch eine Komplettrestaurierung sein, etwa wenn die Basis unvollständig oder bereits verbastelt war. Dann sollte das Ergebnis aber auch handwerklich das Niveau des Originals erreichen.

Bei diesen beiden Rolls-Royce scheint das gelungen zu sein – Hut ab vor dem Lackierer!

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© Rolls-Royce beim Goodwood Revival Meeting 2016; Bildrechte: Michael Schlenger

Keine Mühen und Kosten wurden auch bei diesem extrem seltenen „Peerless“-Taxi in Landaulet-Ausführung gescheut. Der 80 PS starke 6-Zylinderwagen aus den USA dürfte beinahe dem Auslieferungszustand im Jahr 1927 entsprechen:

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© Peerless beim Goodwood Revival Meeting 2016; Bildrechte: Michael Schlenger

Größter Aufwand wurde ebenfalls beim folgenden Rover 14 HP Streamline Coupé betrieben, von dem 1935/36 lediglich einige hundert Exemplare gefertigt wurden. Etwas mehr als eine handvoll haben überlebt – Raritäten wie diese findet man in Goodwood!

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© Rover beim Goodwood Revival Meeting 2016; Bildrechte: Michael Schlenger

Nicht so selten wie der Rover aber dennoch ein grandioses Fahrzeug ist der Jaguar Mk IV, der hier auf dem Picknick-Areal direkt an der Rennstrecke in Goodwood (an der „Lavant Straight“) abgelichtet wurde. Ein Exemplar dieses Wagens wurde auf diesem Blog bereits anhand eines Originalfotos aus dem 2. Weltkrieg präsentiert.

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© Jaguar Mk IV beim Goodwood Revival Meeting 2016; Bildrechte: Michael Schlenger

Eine Rarität ist der auf folgender Aufnahme zu sehende Riley Monaco, die viertürige Variante des Modells Riley 9, zu erkennen am markanten Muster der Luftschlitze in der Motorhaube, das sich an der Aluminium-Karosserie mehrfach wiederholt

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© Riley Monaco beim Goodwood Revival Meeting 2016; Bildrechte: Michael Schlenger

Das avancierteste Automobil der Vorkriegszeit auf dem Besucherparkplatz beim Goodwood Revival 2016 war wohl dieser Lancia Aprilia, der ab 1937 gebaut wurde. Dazu passt das Nummernschild, das ab Juli 1937 in der südenglischen Grafschaft Surrey vergeben wurde.

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© Lancia Aprilia beim Goodwood Revival Meeting 2016; Bildrechte: Michael Schlenger

Man mag beanstanden, dass das ja fast nur britische Automobile waren. Deutschen Vorkriegsenthusiasten scheint der Weg nach Goodwood aber zu weit zu sein, während umgekehrt britische Bentleys jährlich bei den Classic Days auf Schloss Dyck dutzendweise einfallen – auf eigener Achse natürlich.

Vielleicht geben hiesige Klassikerbesitzer schlicht zuviel Geld für Fließbandfabrikate von Mercedes, Porsche und VW aus, sodass für den Weg nach England das Spritgeld fehlt…

Singer 14 – rare 6-Zylinder-Limousine von 1933

Freunde von Vorkriegsautos finden auf diesem Oldtimer-Blog die wohl vielseitigste Präsentation klassischer Automobile bis 1945 im deutschen Sprachraum.

Neben hunderten historischen Originalfotos werden auch aktuelle Aufnahmen wirklich rarer Fahrzeuge gezeigt, die auf hochkarätigen Veranstaltungen wie den Classic Days auf Schloss Dyck und dem Goodwood Revival Meeting in Südengland entstanden sind.

Heute geht es um ein seltenes Fahrzeug der Marke Singer, die in der Zwischenkriegszeit eine Weile der größte britische Autohersteller nach Austin und Morris war.

Bei Singer denken viele Enthusiasten an offene Sportwagen, schlicht weil davon besonders viele überlebt haben. Das führt dazu, dass – ähnlich wie bei Bentley – Limousinen der Marke heutzutage eine weit größere Rarität darstellen.

Hier sehen wir einen solchen „seltenen Vogel“, wie die Briten es ausdrücken, auf dem Besucherparkplatz des Goodwood Revival Meeting 2016:

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© Singer 14 beim Goodwood Revival Meeting 2016; Bildrechte: Michael Schlenger

Bei dieser großzügigen 6-Fenster-Limousine in stimmiger grün-schwarzer Lackierung lässt bereits die lange Motorhaube vermuten, dass hier nicht bloß ein beliebiger Vierzylinder-Seitenventiler verbaut wurde, wie er bis in die 1930er Jahre Standard war.

Tatsächlich kam dieser Singer mit einem 1,6 Liter großen Sechszylinder daher, dessen Ventile von einer obenliegenden Nockenwelle betätigt wurden, damals ein Merkmal moderner Sportwagen. Die Leistung genügte für ein Spitzentempo von über 100km/h.

Verfügbar war das Auto übrigens auch mit einem automatischen Vorwählgetriebe. Gebaut wurde der technisch anspruchsvolle Singer 14 nur 1933/34. Wieviele Wagen dieses Typs die Fabrik in Coventry verließen, ist ungewiss. Die Literaturangaben zu diesem speziellen Modell sind sehr dürftig.

Laut dem Besitzer dieses schönen Wagens sind weltweit nur etwas mehr als ein Dutzend Exemplare bekannt, davon lediglich vier in Großbritannien. Beim jährlichen Goodwood Revival hat man mit die besten Chancen, solchen Raritäten zu begegnen.

Zum Abschluss noch weiteres Foto des Singer 14 im „Vintage“-Stil.

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© Singer 14 beim Goodwood Revival Meeting 2016; Bildrechte: Michael Schlenger

Das Nummernschild verweist auf eine ursprüngliche Zulassung im Raum London. Dort wurde erstmals im Oktober 1933 die Buchstabenfolge AMM vergeben (Quelle). Somit trägt der Singer heute nach über 80 Jahren immer noch sein originales Kennzeichen.

Dank einer besitzerfreundlichen Regelung in England darf das Auto auch bei Umzug, Besitzerwechsel oder Neugestaltung der Nummernschilder sein altes Kennzeichen behalten, es ist quasi Ausdruck seiner Identität.

Unrestaurierter Bentley beim Goodwood Revival 2016

Bentleys der 1920er/30er Jahre bekommt man auch in Deutschland auf jeder besseren Oldtimer-Veranstaltung zu sehen (Beispiel). Das sind eindrucksvolle Wagen, die so gar nicht dem Klischee vom „langweiligen“ Vorkriegsauto entsprechen wollen, das meist von Leuten verbreitet wird, die selbst noch nie eines gefahren sind.

Leider sind die meisten dieser herrlichen Fahrzeuge schon einmal „restauriert“ worden, was meist darauf hinausläuft, dass der Großteil der erhaltenen Originalsubstanz weggeworfen wurde und einem möglichst prestigeträchtigen Aufbau weichen musste.

In England – wo nicht nur bei historischen Häusern und Eisenbahnen eine hierzulande unvorstellbare Traditionspflege betrieben wird – gibt es zum Glück eine starke Fraktion von Liebhabern des echten Originalzustands. Diese Leute wissen es zu schätzen, wenn ein voll funktionsfähiges altes Auto die Spuren seines langen Lebens erkennen lässt und seine über Jahrzehnte gewachsene Patina mit Würde trägt.

Wie das aussieht, zeigen die folgenden Aufnahmen, die 2016 beim Goodwood Revival Meeting im südenglischen Sussex entstanden – wohl der großartigsten Klassikerveranstaltung überhaupt:

© Bentley beim Goodwood Revival Meeting 2016; Bildrechte: Michael Schlenger

Solch ein Zustand ist original, unverwechselbar und unbedingt erhaltenswert.

Alles auf neu machen, hieße hier blind Unwiederbringliches zu zerstören. Der einstige Auslieferungszustand stellt schon materialtechnisch ein unerreichbares Ideal dar – man denke bloß an Lackierung und Bereifung – und ist zudem für das einstige Erscheinungbild im Alltag keineswegs repräsentativ.

Wie man mit einem vollständigen, einsatzfähigen und gleichmäßig gealterten Objekt angemessen umgeht, lernt man am ehesten, wenn man sich die Maßstäbe und Techniken von Restauratoren zueigen macht, die historische Möbel, Gemälde und Stoffe behutsam und respektvoll aufarbeiten, damit sie kommenden Generationen erhalten bleiben.

Dieser konservatorische Ansatz ist in England viel weiter verbreitet als bei uns, weshalb dort alte Häuser ihre historischen Dachziegel und Fenster behalten dürfen und auf den Friedhöfen schrägstehende Grabsteine keine Sicherheitsbeauftragten auf den Plan rufen.

Übrigens: Der hier vorgestellte Bentley war selbstverständlich auf eigener Achse angereist und stand ohne weitere Vorkehrungen auf dem Besucherparkplatz. Ein Schild wie „Nicht berühren“ suchte man vergebens…

Ein Dixi 3/15 PS beim Goodwood Revival Meeting 2016

Kürzlich wurde auf diesem – schwerpunktmäßig Vorkriegsautos gewidmeten  – Oldtimer-Blog der erste von BMW gebaute PKW vorgestellt: das Modell 3/15 PS DA1. Es trug im Unterschied zum von BMW weiterentwickelten Modell 3/15 PS DA2 noch den Beinamen „Dixi“ nach dem 1928 übernommenen Eisenacher Hersteller des Wagens.

Dixi hatte das Modell 3/15 PS nicht selbst entwickelt, sondern es als Lizenznachbau des Austin Seven gefertigt. BMW trat mit dem Dixi also zunächst lediglich die Nachfolge als Lizenznehmer von Austin an.

Die frühen vom Dixi 3/15 PS abstammenden BMWs findet man auf historischen Fotos und auf heutigen Veteranenveranstaltungen recht häufig. Doch ein waschechter Dixi 3/15 PS DA1 begegnet einem nur mit viel Glück.

Der Zufall wollte es, dass dem Verfasser beim Goodwood Revival Meeting 2016 in Südengland – der wohl großartigsten Klassikerveranstaltung überhaupt – nicht nur jede Menge Austin 7 in allen möglichen Varianten und Zuständen über den Weg liefen:

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© Austin Seven Zweisitzer; Bildrechte: Michael Schlenger

Neben all den originalen oder umgebauten, restaurierten oder patinierten Modellen des Austin Seven stand da tatsächlich auch ein veritabler Dixi 3/15 PS DA1 – dank der eindrucksvollen Präsenz von BMW beim Goodwood Revival.

Die Ähnlichkeit des Dixi mit dem Original ist so groß, dass man beim ersten Mal glatt daran vorbeigeht – schließlich ziehen einen bei der Veranstaltung rund um den Weltkriegsflugplatz nebst Rennstrecke Wagen eines ganz anderen Kalibers in den Bann.

Doch am Ende stellt sich einem der gefällige, gut platzierte Zweisitzer doch in den Weg:

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© Dixi 3/15 PS DA1 von 1928; Bildrechte: Michael Schlenger

Mit seiner weißen Lackierung und der schwarzen Kühlermaske fällt der Wagen aus dem Rahmen. Einen Austin Seven wird man in dieser „Farb“kombination selten finden. Das Auto erscheint irgendwie ernster, weniger wie ein Spielzeugwagen.

Und dann ist da noch das strenge Firmenlogo mit dem fast „gotisch“ anmutenden Markenschriftzug, außerdem die stilisierte Eichel. Dadurch wirkt die Frontpartie sehr deutsch und zieht schon von weitem den Blick auf sich:

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© Dixi 3/15 PS DA1 von 1928; Bildrechte: Michael Schlenger

Nicht unerwähnt bleiben darf die Kühlerfigur des Dixi, ein der griechischen Mythologie entlehnter Kentaur. Das Fabelwesen – halb Mensch, halb Pferd – spielt darauf an, wie sich die Möglichkeiten des Menschen dadurch vervielfachen lassen, dass er seinen Verstand mit den Urkräften der Natur zu einem leistungsfähigeren Ganzen kombiniert.

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© Dixi 3/15 PS DA1 von 1928; Bildrechte: Michael Schlenger

Zu den hier gezeigten Fotos sei angemerkt, dass das Goodwood Revival bei aller Begeisterung für vergangene Zeiten natürlich in Farbe stattfindet. Manche Situationen wirken aber nun einmal in Schwarzweiß markanter. Mit ein paar Handgriffen lässt sich die Anmutung alter Analogfotos herbeizaubern, die auf diesem Blog zu Hunderten vertreten sind.

Eindrücke vom Flugtag 2016 des Aero-Club Bad Nauheim

Alle zwei Jahre veranstaltet der Aero Club Bad Nauheim auf seinem landschaftlich grandios gelegenen Flugplatz in der hessischen Wetterau einen Tag der Offenen Tür, bei dem die Freunde historischen Fluggeräts voll auf ihre Kosten kommen.

Der AEC beherbergt in seinem Hangar eine eindrucksvolle Sammlung klassischer Flugzeuge, zu denen sich weitere hochkarätige Luftfahrzeuge aus der Region gesellen.

Ob Doppeldecker und Segler der 1930er/40er Jahre, Trainer und Militärmaschinen der Nachkriegszeit oder auch neuzeitliches Kunstfluggerät, hier wird zwei Tage lang auf hohem Niveau Fliegerei für alle Sinne zelebriert:

© Tag der Offenen Tür beim AEC Bad Nauheim, 2016; Bildrechte: Michael Schlenger

Für die lokale Oldtimerszene in der Wetterau besitzt der Tag der Offenen Tür beim AEC Bad Nauheim ebenfalls große Anziehungskraft. Denn die Flugzeuge werden durch eine Auswahl hochwertiger und teils seltener Autos von den 1920er bis 80er Jahren ergänzt.

Zu sehen waren 2016 unter anderem hervorragend restaurierte Exemplare des Jaguar E-Typ Serie 1 und des 190 SL von Mercedes-Benz, ein prachtvoller Austin Healey, außerdem Raritäten wie ein DKW SP 1000 und ein original erhaltener Fiat 1100 D.

© Tag der Offenen Tür beim AEC Bad Nauheim, 2016; Bildrechte: Michael Schlenger

Für die Vorkriegsfreunde gab es außer einem makellosen Opel P4 der 1930er, einem Ford Model A der 1920er Jahre und einem mächtigen Bentley 3 Litre von 1924 eine besondere Attraktion zu bestaunen: So hatte ein Adler-Enthusiast eines der wenigen erhaltenenen Exemplare des einstigen Volumenmodells der Frankfurter Marke mitgebracht: einen Adler 6/25 PS von 1927 (Typenportrait).

Das fahrbereite Fahrzeug übte in seinem Patina-Zustand eine außerordentliche Faszination aus. Der ursprüngliche Tourenwagenaufbau war noch vor dem 2. Weltkrieg mit einer Fahrerkabine für zwei Personen versehen worden, die Heckpartie hatte einer Ladefläche mit seitlichen Holzwänden weichen müssen.

Der Besitzer hat den Adler in diesem historisch gewachsenen Zustand konserviert und nur technisch überholt. Authentischer kann ein klassisches Automobil kaum sein, da es von seinem ganzen langen Leben erzählt – nicht nur von dem Tag, an dem es einst im Neuzustand die Adlerwerke verließ.

Die folgenden bewusst in Schwarz-Weiß gehaltenen Aufnahmen mögen ein wenig von der Faszination eines solchen Zeitzeugen vermitteln:

© Adler 6/25 PS beim Tag der Offenen Tür des AEC Bad Nauheim, 2016; Bildrechte: Michael Schlenger

Nicht unerwähnt bleiben sollen die zahlreichen klassischen Autos und Motorräder von Besuchern, die am letzten August-Wochenende 2016 den Weg zum Tag der Offenen Tür auf dem Flugplatz Bad Nauheim/Ober-Mörlen fanden.

Mehrere Dutzend schöne Fahrzeuge genossen an den beiden Tagen das Privileg exklusiver Oldtimer-Parkplätze – ein Konzept, das erstmals erprobt wurde und in Zukunft ausgebaut werden könnte. Einen Ehrenplatz erhielt ein eindrucksvoller Airfield Tractor der 1940er Jahre von David Brown, der perfekt zum Flugplatz-Ambiente passte:

© Tag der Offenen Tür beim AEC Bad Nauheim, 2016; Bildrechte: Michael Schlenger

Oldtimer-Wochenende in Bad Nauheim 27./28.08.2016

In Bad Nauheim – dem Jugendstiljuwel im Herzen der Goldenen Wetterau – gibt es am 27./28. August 2016 gleich zwei Veranstaltungen für Freunde historischer Mobilität .

Am Sonntag wird im Sprudelhof direkt am Kurpark der schon traditionelle Oldtimertag des Lions-Clubs zelebriert. In den Arkaden sind zahlreiche klassische Fahrzeuge aus der Region zu sehen, in denen Besucher gegen eine kleine Spende an den Lions-Club ein Runde durch Bad Nauheim drehen können.

Live-Musik, Essen und Trinken sorgen für zusätzliche Wohlfühlatmosphäre. Hier einige Impressionen vom Oldtimertag 2015:

© Oldtimertag in Bad Nauheim, 2015; Bildrechte: Michael Schlenger

Dieses rollende „Mitfahrmuseum“ ist für Groß und Klein eine Gelegenheit, sich langgehegte Wünsche zu erfüllen, Oldtimer in Aktion zu erleben und gleichzeitig einen guten Zweck zu befördern.

 

Schon am Samstag beginnt außerdem am Flugplatz oberhalb des Johannisbergs der Tag der Offenen Tür des Aero-Clubs Bad Nauheim.

Das zweitägige Programm ist vollgepackt mit Attraktionen in der Luft und am Boden:

14.00 Uhr: Anschleppen eines „“Grunau Baby“ der 1930/40er Jahre

14.20 Uhr: Doppeldecker-Formationsflug

14.35 Uhr: Kunstflugvorführung mit „Boeing Stearman“

14.45 Uhr: Modellhubschrauber in Aktion

15.05 Uhr: Segelflieger-Formationsflug

15.20 Uhr: Kunstflugvorführung mit Motorsegler

15.40 Uhr: Kunstflugvorführung mit „Pitts S1“

16.05 Uhr: Formationsflug und Kunstflugvorführung mit „Yak-52“

16.25 Uhr: Modell-Jets in Aktion

16.50 Uhr: Kunstflugvorführung mit Segelflieger „Habicht“

17.10 Uhr: Formationsflug Messerschmitt „ME-108“ & Focke-Wulff „FW 149“

17.25 Uhr: Einzelvorführung ME-108, Kunstflugvorführung FW 149

17.45 Uhr: Schleppstart Segelflugzeuge

18.00 Uhr: Formationsflug Segelflugzeuge

18.20 Uhr: Kunstflugvorführung mit „Yak 55“

Programm zum Herunterladen und Ausdrucken (Pdf):

Programm_Tag-der-Offenen-Tuer-AEC-BN-2016

Die Flugzeuge von den 1930er Jahren bis heute werden ergänzt durch eine Ausstellung zeitlich passender Fahrzeuge aus sechs Jahrzehnten.

© Tag der Offenen Tür beim AEC Bad Nauheim, 2014; Bildrechte: Michael Schlenger

Hinweis für Besucher mit historischen Fahrzeugen (H-Kennzeichen / rotes Oldtimer-Nummernschild). Sie können auf einer eigens abgesperrten Fläche nahe am Flugplatzgebäude parken. Alle übrigen Autos müssen auf’s Stoppelfeld!

Die Parkplatzeinweiser sind entsprechend instruiert und auch der Verfasser wird ganztägig vor Ort sein (ggf. erreichbar unter: 0177-4066000, Michael Schlenger). Oldie-Besitzer bekommen auf jeden Fall einen schönen Platz zugewiesen, solange Vorrat reicht.

Anfahrt zum Flugplatz Bad Nauheim: Wer über die A5, aus der Taunusregion und der westlichen Wetterau kommt, fährt am besten über Ober-Mörlen (Abfahrt 14) an. Innerorts die Hasselhecker Straße (Nähe Ortsein/ausgang) nehmen und ihr bis zur Autobahnunterführung folgen. Dort scharf links abbiegen durch die Unterführung hindurch und dem Verlauf bis zum Waldrand folgen. Von dort geht es links ab zum Flugplatzgelände (ausgeschildert). Alternativ kann man auch aus Bad Nauheim hoch zum Flugplatz fahren (via Alt-Nauheimer Hauptstraße).