Hanomag – Sturdy Cars Made in Hannover

Pictures of Hanomag motorcars and related documents in chronological order

© Original photos from the Michael Schlenger collection

Hanomag_2-10_PS_Kommissbrot_Cabrio_1928_Galerie

Hanomag 2/10 h.p. convertible, built from 1925 until 1928, photo taken in 1928

Hanomag_2-10_PS_Cabrio_Ausschnitt2

Hanomag 2/10 h.p. convertible, built from 1925 until 1928, registration: Berlin, bumpers added later

Hanomag_2-10_PS_Beiwagen_Ausschnitt

Hanomag 2/10 h.p. sedan, built from 1926 until 1928, photo taken c.1930

hanomag_kommissbrot_ausschnitt

Hanomag 2/10 h.p. sedan, built from 1926 until 1928

hanomag_kommissbrot_datiert_1929_galerie

Hanomag 2/10 h.p. sedan, built from 1926 until 1928, photo taken in 1929

Hanomag_3-16PS_Cabriolet_Galerie

Hanomag 3/16 HP 2-seater convertible, built from 1929-31

Hanomag_4-20PS_1930-31_a

Hanomag 4/20 HP sedan, built from 1930 until 1931

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Hanomag 3/16 or 4/20 h.p. sedan, built from 1930 until 1931

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Hanomag 3/16 or 4/20 h.p. sedan, built from 1930 until 1931, prewar picture

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Hanomag 3/16 or 4/20 HP sedan, built from 1930 until 1931, picture taken in the Rhine valley

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Hanomag 4/20 h.p. roadster (manufacturer of the body unknown), built in 1930, movie picture from the early 1930s

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Hanomag 4/23 HP, built in 1931, from a postcard showing the town square in Bad Tölz (Bavaria)

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Hanomag 4/23 HP, built in 1932, photo taken in Bavaria

Hanomag_4-23_PS_1932-34_Galerie

Hanomag 4/23 HP sedan, built from 1932-34, prewar photo

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Hanomag 3/18 h.p. „Cabriolimousine“, built from 1932 until 1934, prewar photo taken in the Berlin area

hanomag_3-18_ps_galerie

Hanomag 3/18 HP sedan, built from 1932-34, prewar picture taken in the province of Pomerania

Hanomag_6_32PS_Hannover_1933

Hanomag 4/23 or 6/32 HP, 2-seater cabriolet (special body), built from 1933 until 1934, picture taken in Hannover

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Hanomag „Kurier“, built from 1934-38, postwar picture taken in the British zone „Rheinland“

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Hanomag 23 h.p. „Kurier“ sedan, built from 1934 until 1938

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Hanomag „Garant“, built from 1936 until 1938, prewar picture taken in Bavaria

Hanomag_Garant_Cabriolimousine_Galerie

Hanomag „Garant“, built from 1936-38, postwar picture taken in Bavaria

hanomag_rekord_1934-36_galerie

Hanomag „Rekord“ sedan, built from 1934 until 1936, prewar picture taken near Berlin

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Hanomag „Rekord“, built from 1934 until 1936, photo taken at Pentecost 1937

hanomag_rekord_1934-36_ausschnitt

Hanomag „Rekord“, built from 1934 until 1936, photo taken in the „Spessart“ uplands in Central Germany in 1936

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Hanomag „Rekord“, built from 1934 until 1936, wartime photo taken in December 1939

Hanomag_Rekord_6-Fenster-Limousine_Ende_1930er_Jahre

Hanomag „Rekord“, 6-window sedan, built from 1934-36

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Hanomag „Rekord“ sedan, built from 1937-38, factory photo taken in Hannover

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Hanomag „Rekord“ (body by Hebmüller), late 1930s

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Hanomag „Rekord“ (body by Hebmüller), photo taken in the late 1930s in front of Schloss Eisenbach (Hesse, Germany)

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Hanomag „Rekord“ cabriolet, built from 1934 until 1938, wartime picture, taken probably 1940 in France

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Hanomag „Rekord“, special body by Voll, postwar picture

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Hanomag „Rekord“ Diesel, built from 1937-40, picture taken in Austria in 1948

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Hanomag „Rekord“, built from 1934 until 1934, postwar van conversion

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Hanomag „Rekord“ sedan, built from 1934-38, postwar photo taken in Berlin

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Hanomag „Rekord“, built from 1934 until 1938, picture taken ca. 1960 in East Germany (former „GDR“)

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Hanomag „Sturm“ 6-window sedan, built from 1936-39, factory photo

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Hanomag „Sturm“ sedan, built from 1934 until 1939 (this car: 1934-36), photo taken in Southern Germany

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Hanomag „Sturm“ advertisement from „Westermanns Monatshefte“, c.1936

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Hanomag „Sturm“ convertible (body by Ambi-Budd), built from 1934 until 1939 (this car: 1934 until 1936), postwar photo taken in Western Germany

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Hanomag „Sturm“ at the Gulf of Naples, photo from a contemporary magazine

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Hanomag „Sturm“ convertible (on the left), photo taken at a petrol station in Germany in the late 1930s

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Hanomag „Sturm“ convertible (body manufacturer unknown), photo taken in August 1936 at the Baltic Sea

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Hanomag „Sturm“ convertible, body by „Hebmüller“, factory photo taken in Hannover

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Hanomag „Sturm“ convertible, built from 1934 until 1939, wartime photo

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Hanomag „Sturm“ sedan, built from 1934 until 1939, wartime photo taken in Russia

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Hanomag 1.3 litre, built from 1938 until 1941

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Hanomag 1.3 litre, built from 1938 until 1941, wartime photo with „Luftwaffe“ soldier

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Hanomag 1.3 litre, built from 1938 until 1941; postcard from Cologne (1949)

Aktuelle Beiträge

Ein Phänomen! Der „Granit“ Kübelwagen

Das Fahrzeug, mit dem wir uns heute beschäftigen wollen, wäre an sich ein Kandidat für die Rubrik „Fund des Monats“ – zumindest, was die Seltenheit angeht.

Doch dem Verfasser dieses Vorkriegsauto-Blogs sind in letzter Zeit so viele Originalfotos echter Exoten ins Haus geschneit, dass wir uns den Luxus leisten können, nur die besten davon so prominent zu präsentieren.

Was den Hersteller des Autos angeht, um das es heute geht, ist dieser zumindest Kennern früher deutscher Automobile geläufig: Phänomen.

Das war die Marke, unter der der geschäftstüchtige Ingenieur Gustav Hiller im beschaulichen Zittau (Sachsen) ab 1907 ein eigenwilliges, aber recht erfolgreiches Automobil produzierte – das Phänomobil.

Hier haben wir eine Reklame für das Gefährt aus dem Jahr 1913/14:

Phänomobil-Reklame

Originalreklame aus Sammlung Michael Schlenger

Das Besondere am dreirädrigen Phänomobil war, dass es das Platzangebot eines Viersitzers mit der Wirtschaftlichkeit und Einfachheit eines Motorrads verband.

So war der luftgekühlte Motor über dem Vorderrad angebracht, das über eine Lenkstange gesteuert wurde. Somit gab es keine Kardanwelle, kein Differential und keine aufwendige Lenkmechanik, aber dafür niedriges Gewicht, geringen Verbrauch und: Frontantrieb!

Das bis zum 1. Weltkrieg vervollkommnete Konzept des Phänomobils sollte bis 1927 Käufer finden. Für Ästheten kam so ein bizarr anmutender Zwitter natürlich nicht in Frage, für die gab es unter der Marke ab 1910 „richtige“ Autos.

Eine Reklame aus dem Kriegsjahr 1918 zeigt die beiden Produktlinien der Phänomen-Werke einträchtig nebeneinander:

Phänomen-Reklame_1918_Galerie

Originalreklame aus Sammlung Michael Schlenger

Wie die Anzeige verrät, besaß die Firma Niederlassungen in Berlin und Dresden, offenbar erreichten die Phänomen-Automobile auch ein großstädtisches Publikum, nicht nur den örtlichen Landarzt oder Metzger.

Mitte der 1920er Jahre brachten die Zittauer sogar einen sportlichen 50 PS-Wagen heraus, den Typ 412, dessen 3,1 Liter großer Vierzylinder über eine obenliegende Nockenwelle verfügte.

Gern würden wir hier ein Originalfoto dieses schicken Sport-Phaetons bringen, aber bislang ließ sich keines auftreiben.

Wenden wir uns nun der Episode aus der Autofertigung der Phänomenwerke zu, um die es heute gehen soll. Wir springen dazu ins Jahr 1934, aus dem folgende Zeitschriftenreklame stammt:

Phänomen_Granit_Kübelwagen_Reklame_Galerie

Phänomen 25 Kübelwagen; Originalreklame aus Sammlung Michael Schlenger

Hier wurde grafisch sehr expressiv der „ideale Wagen für den Jäger“ angepriesen – eine ziemlich kühne Werbebotschaft, die sich wohl eher an solvente Hobbyjäger als an den durchschnittlichen Förster oder Waidmann wandte, die waren zu Fuß unterwegs.

Doch die Anzeige lässt ahnen, dass das Automobil damals auch in Deutschland immer breitere Verwendung fand, wenngleich nach wie vor ein echter Volkswagen fehlte. Auf den mussten die „Volksgenossen“ anno 1934 noch rund 20 Jahre warten…

Doch selbst gutsituierte Jagdfreunde in deutschen Landen werden kaum in den Genuss einer Fahrt im kernigen Phänomen „Granit“ Kübelwagen gekommen sein – der wurde nur in geringen Stückzahlen gefertigt, genaue Angaben waren nicht zu finden.

Immerhin gibt die spärliche Literatur folgendes her: Der Phänomen „Granit“ Kübelwagen basierte auf einem leichten Nutzfahrzeugmodell, dem Typ 25, der ab 1931 gebaut wurde und 1,5 Tonnen Zuladung transportieren konnte.

Die PKW-Fertigung der Phänomenwerke endete zwar schon 1927, doch in der Nutzfahrzeugsparte lebte ein Erbe des Phänomobils fort – luftgekühlte Motoren! Ein weiteres Beispiel dafür, wie verbreitet das Konzept schon vor dem VW war.

35, später 40 PS leistete der luftgekühlte 2,5-Liter-Vierzylinder des Phänomen „Granit“ – damals ein normaler Wert.

Mit vermutlich demselben Motor wurde 1934/35 eine geringe Anzahl von „Granit“ Kübelwagen für den Bedarf der Wehrmacht gefertigt, von denen es vereinzelt Aufnahmen aus dem Einsatz im 2. Weltkrieg gibt.

Eine solche Aufnahme findet man nur durch Zufall:

Phänomen_Kübelwagen_Ostfront_Galerie

Phänomen „Granit“ Kübelwagen; Originalfoto aus Sammlung Michael Schlenger

Der unbedarfte Betrachter wird hier bestenfalls eine der Schlammpisten erkennen, die den deutschen Soldaten an der Ostfront zu Beginn und Ende des Winters zu schaffen machten und den Nachschub an die Front erschwerten.

Vor einfachen Bauernhäusern aus Holz sind diverse Wehrmachtsfahrzeuge zu sehen – offenbar hatte hier eine deutsche Militäreinheit vorübergehend Unterkunft bezogen. Uns interessiert vor allem dieser Ausschnitt:

Phänomen_Kübelwagen_Ostfront_Ausschnitt

Hier sehen wir einen der sagenhaft seltenen Kübelwagen des Typs Phänomen „Granit“ im Einsatz – und zwar ein Modell aus dem Jahr 1935, da der Wagen im Gegensatz zum Vorjahrestyp über feste Türen verfügt.

Die Aufnahme entstand offenbar fernab der Front, da die Soldaten lediglich ihr „Schiffchen“ als Kopfbedeckung tragen und unbewaffnet sind.

Dass man den deutschen Besatzern in der vom Stalinismus verheerten Sowjetunion nicht überall von Anfang an feindlich gegenüberstand, lässt dieses Bild erahnen, wo einheimische Kinder den deutschen „Landsern“ zuschauen.

Während die ideologisch verblendete Berliner Führung hier nur „Untermenschen“ sah, bewahrten sich viele Veteranen positive Erinnerungen an ihre Kontakte zur russischen Zivilbevölkerung, auch das gehört zur Tragik des 2. Weltkriegs.

Wir wissen, wie die Sache ausgegangen ist, und können nur bedauern, was zwei totalitäre Systeme auf dem Boden der Sowjetunion angerichtet haben. Dabei darf man neben dem Leid der Einheimischen daran erinnern, dass die allermeisten Teilnehmer des Ostfeldzugs sich ihr Schicksal ebenfalls nicht ausgesucht hatten.

Für viele von ihnen wurde der Marsch in den Osten eine Reise ohne Wiederkehr – und wahrscheinlich auch für den Phänomen „Granit“ Kübelwagen, den ein namenloser deutscher Soldat Anfang der 1940er Jahre abgelichtet hat.

© Michael Schlenger, 2017. All entries in this blog (including embedded photos) are copyrighted by the author, unless otherwise indicated. Excerpts and links may be used, provided that credit is given to Michael Schlenger and https://www.klassiker-runde-wetterau.com with appropriate and specific direction to the original content.

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