Opel – Once Upon a Time in Rüsselsheim

Pictures of Opel motorcars and related documents in chronological order

© Original images and advertisements from the Michael Schlenger collection

Opel_Darracq

Original „Opel Darracq“ newspaper advertisement, ca. 1902

Opel_45_50_PS_1906

Opel 45/50 HP phaeton, built in 1906, prewar picture

Opel_Tourer_1907-08_Oma_Käthe_Galerie

Opel double phaeton, c.1907/08

Opel_6-12_PS_Doppel-Phaeton_Ak_von_1910_Ausschnitt

Opel 6/12 h.p. double phaeton, built in 1908/09, photo taken in 1910

Opel_Friedberg_Burg_1910_Galerie

Opel, c. 1910, photo taken in Friedberg (Hesse), on the rear seat Grand Duke Ernst-Ludwig von Hessen, the Russian tsar Nikolaus (Ernst-Ludwig’s brother in law) and his daughter

opel-spitzkuhler_um_1920_galerie

Opel phaeton, unknown model with pointed radiator, c.1920

Opel_21-55PS-Tourenwagen

Opel 21/50 h.p. phaeton, built from 1921 until 1923

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Opel 21/50 h.p. landaulet, rebodied by Reutter in 1927

Opel_8-25_PS_1921-22

Opel 8/25 HP phaeton, built from 1921 until 1922

Opel_8-25_PS Tourenwagen_Draufsicht

Opel 8/25 HP phaeton, built from 1921 until 1922

opel_8-25_ps_zweisitzer_langelsheim_1925_galerie

Opel 8/25 h.p. 2-seater, photo taken in 1925 in Lower Saxonia

Opel_4-14_PS_bei_Wilhelmshaven_1928_Galerie

Opel 4/14 HP phaeton, photo taken in 1928 near Wilhelmshaven

Opel_4-14_PS_1925-26

Opel 4/16 HP 2-seater cabriolet, built from 1926 until 1927

Opel_4-16_PS_1926-Sept_27_Sommer_1928_Galerie

Opel 4/16 h.p. phaeton, built from 1926 until 1927, photo taken in 1928

opel_4-16_ps_1926-27_konigsbrunn_galerie

Opel 4/16 HP phaeton, built from 1926-27

opel_4-20_ps_2-sitzer_und_tourenwagen_galerie

Opel 4/20 HP, 2-seater and phaeton (built from 1928 until 1931)

Opel_4-20_PS_1929-30_Galerie

Opel 4/20 h.p. sedan, built from 1928 until 1931

Opel_4-20_PS_Freudenstadt_09-1935_Galerie

Opel 4/20 h.p. phaeton, built from 1928 until 1931, photo taken in 1935 in Freudenstadt (Black Forest, Southern Germany)

Opel_10-45_oder_50_PS_1925-27_2_Galerie

Opel Model 80 (10/40 h.p.), built from 1925 until 1929

Opel_12-50_PS_oder_größer_Limousine_1927-29_Galerie

Opel Model 90 (12/50 h.p.) or Model 100 (15/65 h.p.), built in 1928/29

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Opel 24/110 HP „Regent“ built in 1929, official press photo

Aktuelle Beiträge

Ganz offen: So ein Citroen C4 Cabriolet hat schon was…

Freunde französischer Vorkriegswagen werden auf diesem Oldtimerblog etwas kurz gehalten. Das liegt aber bloß daran, dass hier nun einmal schwerpunktmäßig Fotos von Autos gezeigt werden, die einst auf deutschen Straßen unterwegs waren.

Im Unterschied zu Fiat oder den amerikanischen Marken setzten die großen Hersteller aus Frankreich recht wenige Autos hierzulande ab.

Zu einer nennenswerten Produktion auf deutschem Boden brachte es bloß Citroen. Ab 1927 wurde in Köln der Typ B14 in beachtlicher Stückzahl gefertigt (Bildbericht). 1929 war dann der Nachfolger C4 an der Reihe.

Den C4 haben wir hier schon kurz vorgestellt, aber bloß als Aufhänger, um ein Prachtexemplar seines großen Bruders zu präsentieren – des 6-Zylindertyps C6.

Der von 1928-32 über 100.000mal gebaute Citroen C4 verdient aber eine eigene Betrachtung.

Kürzlich konnte der Verfasser gleich zwei solcher Wagen in seinem Fotofundus identifizieren – in der Version als 2-sitziges Cabriolet:

Citroen_C4_Cabriolet_2_1933_Ausschnitt

Citroen C4 Cabriolet; Originalaufnahme aus Sammlung Michael Schlenger

Das sieht auf den ersten Blick recht ernüchternd aus, aber keine Sorge: Die zweite Aufnahme ist deutlich gefälliger und bietet ebenfalls reizvolle Einblicke.

Vom Stil her könnte das irgendein „Amerikaner-Wagen“ der späten 1920er Jahre sein. Als 2-sitziges Cabriolet mit (vermutlich) Schwiegermuttersitz im Heck wäre dieser Aufbau in den USA als „Runabout“ bezeichnet worden.

Tatsächlich waren die amerikanischen Hersteller in den 1920/30er Jahren in stilistischer Hinsicht die Avantgarde – tja, so ändern sich die Zeiten.

Dieses Auto folgt dem Ami-Stil, gibt sich aber mit einigen Eigenheiten als Citroen C4 zu erkennen:

Citroen_C4_Cabriolet_2_1933_Ausschnitt2 Hauptmerkmal ist das ovale Zierelement an der Tür, das sich so nur bei Citroen findet, auch wenn Autos anderer Hersteller ähnliche Elemente aufweisen.

Auffallend ist das im Vergleich zur passgenau sitzenden Tür wie nachträglich angeschraubt wirkende Trittbrett. Das es tatsächlich so lieblos ab Werk appliziert wurde, werden wir noch sehen.

Bei der Gelegenheit merke man sich den nach vorne weisenden Schwung der A-Säule – ein der Kutschbauertradition entstammender Kunstgriff, der den Aufbau weniger statisch wirken lässt.

Der aufmerksame Betrachter wird zudem registrieren, dass die Tür wie heutzutage vorn angeschlagen ist. Die Vorstellung, dass Vorkriegsautos stets hinten angeschlagene Türen hatten, ist unbegründet – es gab beide Varianten.

Mehr noch als das heruntergelegte Verdeck freut manchen sicher die offene Motorhaube – so etwas ist auf alten Fotos ganz selten zu sehen:

Citroen_C4_Cabriolet_2_1933_Ausschnitt3

„Wo ist denn der Motor?“, wird vielleicht einer denken – man sieht ja die Luftschlitze in der Haube auf der anderen Seite…

Keine Sorge, es ist alles vorhanden. Vor der Schottwand sitzt der Tank, von dort läuft der Kraftstoff der Schwerkraft folgend zum Vergaser, auf dem ein für die damalige Zeit beachtlich großer Luftfilter sitzt. Vielleicht ist das Teil nachgerüstet.

Vorn reicht ein Kühlwasserschlauch steil nach unten – daran sieht man, dass der Motor tief im Chassis sitzt. Wie ist das zu erklären?

Wir haben es mit einem seitengesteuerten Motor zu tun, bei dem die Nockenwelle seitlich neben dem Zylinderblock stehende Ventile betätigt. Erst die Zylinderköpfe mit hängenden Ventilen und (später) obenliegender Nockenwelle ließen die Motoren in die Höhe wachsen.

Zudem handelt es sich um einen kompakten 1,6 Liter-Motor. Er leistete immerhin 32 PS – Ende der 1920er Jahre ein sehr guter Wert. Hanomag, Mercedes und Opel trauten sich in dieser Hubraumklasse selbst in den 1930er Jahren nicht mehr.

Man sieht: Offen betrachtet kommt der Citroen C4 gut weg. Mit Spitzentempo 90 km/h war er auch zum Aufnahmezeitpunkt 1933 kein Verkehrshindernis auf deutschen Straßen. Wesentlich schneller war damals kaum einer unterwegs.

Wichtiger war, bequem und stilvoll zu reisen wie hier:

Citroen_C4-Cabriolet_Ausschnitt

Citroen C4 Cabriolet; Originalaufnahme aus Sammlung Michael Schlenger

Diese Aufnahme entstand einst auf einer Reise irgendwo in Süddeutschland.

Der Fahrer dürfte derjenige gewesen sein, der diese ungewöhnliche Aufnahme gemacht hat. Er hat die Tür und damit den Blick auf seine Begleiterin offengelassen.

Unterhalb des Trittbretts – das hier genauso liederlich angesetzt wirkt wie auf dem ersten Foto – sieht man die Beinchen einer dritten Person – offenbar waren die beiden mit ihrem Hund unterwegs:

Citroen_C4-Cabriolet_Ausschnitt2

Wir erkennen hier denselben Verlauf der A-Säule, dem auch die Luftschlitze in der Motorhaube folgen – ganz sicher ein Citroen C4.

Nur selten zu sehen sind die Türverkleidung mit Fensterkurbel und Kartentasche sowie der Innenraum mit großem Lenkrad und gekröpften Schalthebel, über den das 3-Gang-Getriebe betätigt wurde.

Man sieht: Der Citroen C4 war kein Kleinwagen und – ganz offen betrachtet – versteht man, warum er sich hierzulande einige tausend Mal verkaufte…

© Michael Schlenger, 2017. All entries in this blog (including embedded photos) are copyrighted by the author, unless otherwise indicated. Excerpts and links may be used, provided that credit is given to Michael Schlenger and https://www.klassiker-runde-wetterau.com with appropriate and specific direction to the original content.
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